Henkel kauft Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar und setzt auf Premium-Haarpflege
Sophia KellerHenkel kauft Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar und setzt auf Premium-Haarpflege
Henkel übernimmt US-Haarpflegemarke Olaplex für rund 1,4 Milliarden Dollar
Der deutsche Konzern Henkel hat sich auf den Kauf des US-amerikanischen Haarpflegeherstellers Olaplex für etwa 1,4 Milliarden Dollar geeinigt. Die Transaktion markiert einen bedeutenden Schritt in der Schönheitsbranche, bei dem der Düsseldorfer Konzern einen deutlichen Aufschlag zahlt, um die Premium-Marke zu sichern. Nach Bekanntgabe der Übernahme stieg der Aktienkurs von Olaplex im frühen Handel um fast 50 Prozent.
Olaplex, 2014 gegründet, hat sich mit seiner innovativen Technologie zur Stärkung der Haarstruktur einen exzellenten Ruf erarbeitet. Die Marke expandierte rasant über Nordamerika hinaus und etablierte sich weltweit, darunter auch in Europa. Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von rund 370 Millionen Euro bei hohen Bruttomargen.
Henkels Angebot von 2,06 Dollar pro Aktie liegt 55 Prozent über dem Schlusskurs von Olaplex vom 25. März. Zudem enthält die Vereinbarung einen Aufschlag von 45 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs der letzten 30 Tage. Der bisherige Eigentümer, die Beteiligungsgesellschaft Advent International, holte vor dem Verkauf die Zustimmung der Aktionäre ein.
Die Übernahme soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigungen. Henkel plant, Olaplex unter eigenem Namen weiterzuführen und gleichzeitig das globale Vertriebsnetz des Konzerns zu nutzen, um die Marke weiter auszubauen. Da bereits fast 38 Prozent des Henkel-Umsatzes aus Europa stammen, will das Unternehmen die Position von Olaplex in der Region stärken.
Olaplex konzentriert sich auf drei zentrale Bereiche: professionelle Friseursalons, Fachhandel und E-Commerce. Durch die Übernahme erhofft sich Henkel eine Beschleunigung von Innovationen und eine Festigung seiner Stellung im Premium-Haarpflegemarkt.
Olaplex bleibt zwar eigenständig, profitiert aber künftig von den umfangreichen Ressourcen Henkels. Die endgültige Freigabe durch die Aufsichtsbehörden steht noch aus, bevor die Transaktion Ende 2026 vollzogen wird. Mit der Investition unterstreicht Henkel seinen Anspruch, den Hochpreis-Haarpflegesektor mit einer Marke zu dominieren, die für ihre bahnbrechende Technologie bekannt ist.






