Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2025 geht an Pionier der NMR-Forschung
Dr. James Eills erhält den Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2025 für bahnbrechende Arbeiten in der analytischen Chemie
Der Chemiker Dr. James Eills ist mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2025 ausgezeichnet worden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gab die Verleihung am Freitag, dem 28. März, bekannt und würdigt damit seine Pionierleistungen auf dem Gebiet der Hyperpolarisationstechniken für die kernmagnetische Resonanzspektroskopie (NMR). Seine Forschung könnte die Art und Weise revolutionieren, wie Wissenschaftler molekulare Strukturen auf atomarer Ebene untersuchen.
Der 38-jährige Forscher leitet die Nachwuchsgruppe „Hyperpolarisationsmethoden“ am Institut für Strukturbiochemie (IBI-7) des Forschungszentrums Jülich. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die parawasserstoffinduzierte Polarisation, ein Verfahren, das Wasserstoffgas in einem bestimmten Quantenzustand nutzt, um die Empfindlichkeit von NMR-Experimenten deutlich zu steigern. Mit dieser Methode lassen sich Kernspins in anderen Molekülen gezielt polarisieren – was es ermöglicht, selbst winzigste Substanzmengen mit hoher Präzision nachzuweisen.
Eills hat zudem NMR-Experimente in mikrofluidischen Formaten entwickelt, die schnellere und effizientere Analysen ermöglichen. Seine Innovationen eröffnen neue Möglichkeiten, um biochemische Prozesse in Echtzeit zu erforschen. Die DFG wählte ihn aus 180 Nominierungen aus und unterstreicht damit die Bedeutung seiner Beiträge für das Fachgebiet.
Der 1977 gestiftete Preis gilt als dritthöchste wissenschaftliche Auszeichnung Deutschlands – nach dem Leibniz-Preis und dem Deutschen Zukunftspreis. Prof. Astrid Lambrecht, Vorsitzende des Direktoriums des Forschungszentrums Jülich, gratulierte Eills zu dieser Ehrung. Die offizielle Verleihung findet am Dienstag, dem 3. Juni 2025, in Berlin statt.
Das Preisgeld in Höhe von 200.000 Euro wird Eills’ Forschung in den nächsten drei Jahren finanzieren und die Weiterentwicklung von Hyperpolarisationstechnologien unterstützen. Die Auszeichnung ermöglicht es ihm, seine Arbeiten zu Hyperpolarisation und mikrofluidischer NMR auszubauen. Seine Methoden könnten zu verbesserten Werkzeugen für die Arzneimittelforschung, Materialwissenschaft und biomedizinische Forschung führen. Bei der Feier in Berlin wird der Preis offiziell an die sechs Preisträger dieses Jahres überreicht.






