Haseloff tritt zurück: CDU schlägt Schulze als neuen Ministerpräsidenten vor
Sophia KellerCDU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz der Landesparlamente beginnt - Haseloff tritt zurück: CDU schlägt Schulze als neuen Ministerpräsidenten vor
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat seinen Rücktritt vor der Landtagswahl im September 2026 angekündigt. Als sein Nachfolger schlägt die CDU Wirtschaftsminister Sven Schulze vor, der das Amt voraussichtlich Ende Januar 2026 übernehmen soll – vorausgesetzt, die Koalitionspartner SPD und FDP stimmen dem Wechsel zu.
Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die CDU-Landesfraktionen aus Sachsen-Anhalt und Sachsen am Sonntagabend in Stolberg zu einer gemeinsamen Klausurtagung treffen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen zentrale Themen wie die medizinische Versorgung, die öffentliche Sicherheit und die wirtschaftliche Entwicklung in Mitteldeutschland.
Haseloffs vorzeitiger Abschied wirft bereits seine Schatten auf die Beratungen, da sein Rücktritt strategisch vor der Wahl 2026 angesetzt ist. Die CDU strebt einen reibungslosen Übergangsprozess an und positioniert Schulze als Spitzenkandidat für die Nachfolge. Auf der Klausur werden drängende Herausforderungen diskutiert, darunter die flächendeckende ärztliche Versorgung und die Stärkung der regionalen Wirtschaft – beides Schwerpunkte der CDU im Vorfeld des anstehenden Wahlkampfs.
Falls SPD und FDP zustimmen, wird Schulze Anfang 2026 das Amt antreten. Der Führungswechsel markiert einen Einschnitt für Sachsen-Anhalt, wobei die Themen Gesundheitsversorgung und wirtschaftliche Stabilität weiterhin Priorität genießen. Das Ergebnis der Koalitionsgespräche wird die nächsten Schritte der Landesregierung bestimmen.