30 March 2026, 14:18

Hammer-Möbelkette gerettet – doch 2.700 Jobs fallen Umstrukturierung zum Opfer

Ladeninnenausstattung mit gestapelten Kisten, Bodenaufkleber, Regalen mit Gegenständen, Informationsschildern, Deckenleuchten und einer Hintergrundwand, die den Schließung aufgrund der Coronavirus-Pandemie anzeigt.

Hammer-Möbelkette gerettet – doch 2.700 Jobs fallen Umstrukturierung zum Opfer

Kriselnde Möbelkette Hammer von Investorengruppe ReThink übernommen

Die angeschlagene Möbelhandelskette Hammer wurde von der Investorengruppe ReThink übernommen. Durch den Deal bleiben 93 Filialen erhalten, doch es kommt zu erheblichen Stellenstreichen. Die Muttergesellschaft Brüder Schlau hatte im Juni Insolvenz angemeldet und wird nun abgewickelt.

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Hammer wurde vor über einem Jahrhundert gegründet – 1921 begannen die Brüder Theodor und Wilhelm Schlau in Minden mit einem Großhandel für Farben. Im Laufe der Zeit stieg das Unternehmen in den Möbelhandel ein, während die Sparte Schlau sich auf den Großhandelsmarkt konzentrierte.

Das Insolvenzverfahren zwingt zu tiefgreifenden Veränderungen: Die Übernahme durch ReThink rettet 93 Hammer-Filialen und rund 1.200 Arbeitsplätze. Allerdings werden etwa 70 Standorte geschlossen, wodurch etwa 2.700 Stellen wegfallen. Noch laufen Gespräche mit den Betriebsräten, um Sozialpläne und Abfindungsregelungen zu finalisieren.

Die Schlau-Großhandelsdivision, die rund 60 Märkte betrieb, wird hingegen komplett eingestellt. Die restlichen Bestände werden verkauft, einige Standorte könnten unter neuer Marke wiedereröffnen. Unklar bleibt, wie viele Filialen bereits vor der Insolvenz und Übernahme geschlossen wurden.

Die Übernahme durch ReThink sichert zwar einen Teil der Zukunft von Hammer, doch die Umstrukturierung kostet fast 3.000 Arbeitsplätze in der gesamten Gruppe. Die verbleibenden 93 Filialen sollen weiterbetrieben werden, während das Schlau-Großhandelsgeschäft vollständig verschwindet. Verhandlungen über Entlassungen und Mitarbeiterunterstützung laufen noch.

Quelle