05 February 2026, 08:30

Hamburgs Staatsoper feiert provokante Uraufführung von Monsters Paradise mit Jelinek und Neuwirth

Ein Plakat, das das Théâtre de l'Opéra in Paris bewirbt, zeigt eine Frau in einem gelben Kleid umgeben von anderen Menschen und Text.

Hamburgs Staatsoper feiert provokante Uraufführung von Monsters Paradise mit Jelinek und Neuwirth

Hamburgs Staatsoper feiert Uraufführung von Monsters Paradise – ein mutiges neues Musiktheater von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek

An der Hamburgischen Staatsoper erlebte Monsters Paradise seine Weltpremiere, ein kühnes neues Opernwerk der Komponistin Olga Neuwirth und der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Die Inszenierung, eine Mischung aus grotesker Satire und scharfer Gesellschaftskritik, wurde für ihre kompromisslose Regie und ihre musikalische Tiefe gefeiert.

Unterdessen gewinnt eine prominent unterstützte Petition zur Bewahrung des Lateinunterrichts an Fahrt – mit Rückhalt von drei Nobelpreisträgern und führenden Kulturpersönlichkeiten.

Monsters Paradise stand im Mittelpunkt der Staatsoper Hamburg mit einer Produktion, die wenig Zweifel an ihren realen Vorbildern ließ. Olga Neuwirths Partitur balancierte zwischen Absurdität und Ernsthaftigkeit und festigte ihren Ruf als Meisterin des Musiktheaters. Georg Nigl glänzte in der Rolle des gefräßigen König-Präsidenten, während die Vampirinnen – dargestellt von Sarah Defrise, Sylvie Rohrer, Kristina Stanek und Ruth Rosenfeld – für ihre atemberaubenden, energiegeladenen Auftritte besondere Anerkennung erhielten.

Abseits der Opernbühne sorgt eine Petition mit dem Titel Latein ist kein Luxus – es ist Bildung für Aufsehen, nicht zuletzt wegen ihrer prominenten Unterstützer. Drei Nobelpreisträger – Elfriede Jelinek (Literatur), Peter Handke (Literatur) und Anton Zeilinger (Physik) – haben unterzeichnet, ebenso wie die Komponistin Olga Neuwirth und Georg Nigl, der in diesem Jahr mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis als "Sänger des Jahres" ausgezeichnet wurde. Zu den Befürwortern zählen zudem führende Mediziner, Theaterregisseure und Politiker.

Wer sich der Initiative zum Erhalt des Lateinunterrichts anschließen möchte, kann die Petition unter aufstehn.at unterzeichnen.

Die Uraufführung von Monsters Paradise markiert einen weiteren Triumph für Neuwirth und Jelinek, deren kühne künstlerische Vision von der Kritik gelobt wird. Gleichzeitig zeigt der wachsende Einfluss der Petition, wie kontrovers die Rolle der klassischen Bildung in modernen Lehrplänen diskutiert wird. Beide Entwicklungen unterstreichen die anhaltende Bedeutung von Kultur und Bildung in der öffentlichen Debatte.