Güterslohs Gebetswoche vereint Christen mit Gottesdiensten und Symbolen der Hoffnung
Clara KrausGüterslohs Gebetswoche vereint Christen mit Gottesdiensten und Symbolen der Hoffnung
Gütersloh begann seine jährliche Gebetswoche für die Einheit der Christen mit einer Reihe von Veranstaltungen vom 23. bis 27. Januar. Die Woche umfasste Gottesdienste in der Nähe in verschiedenen Kirchen und endete mit einem besonderen Treffen in der syrisch-orthodoxen St.-Stephanus-Kirche. Das diesjährige Motto „Gott ist treu – Gemeinsam für die Welt“ brachte Gläubige unterschiedlicher Traditionen zum gemeinsamen Gebet und zur Besinnung zusammen.
Den Auftakt bildeten Gottesdienste an Orten wie der Neuapostolischen Gemeinde an der Johann-Severin-Straße und im Ratssaal. Ein Höhepunkt war der ökumenische Gebetsgottesdienst im Sitzungssaal des Rathauses. Rund 50 Christen verschiedener Konfessionen nahmen teil und widmeten sich den Themen Frieden, Solidarität und einer besseren Welt.
Die erste Reihe im Saal blieb bewusst leer – als Symbol für Abwesenheit oder Verlust. Ein Banner mit dem Bildnis Jesu Christi prangte vorne und unterstrich den spirituellen Charakter der Veranstaltung. Gebete wurden in mehreren Sprachen gesprochen, darunter Aramäisch und Deutsch, was die Vielfalt der Teilnehmenden widerspiegelte. Der Chor „After Eight“ der St.-Matthäus-Kirche begleitete die Feier musikalisch. Zum Abschluss erhielten die Besucher kleine elektrische Teelichter als symbolische Lichter in der Dunkelheit. Die während der Veranstaltung gesammelten Spenden gingen anschließend an die Gütersloher Tafel.
Die Gebetswoche für die Einheit der Christen ist in Gütersloh seit langem eine feste Tradition, die die Verbindungen zwischen den Konfessionen stärkt. Die diesjährigen Veranstaltungen im Januar unterstrichen erneut das Engagement der Gemeinschaft für Glauben, Nächstenliebe und gemeinsames Wirken. Die Spenden für die Tafel und die symbolischen Teelichter standen als greifbare Zeichen für die Botschaft der Woche.