Grundschüler und Polizei stoppen Raser gemeinsam vor der Schule
Grundschüler und Polizei gehen gemeinsam gegen Raserei vor
Schüler einer örtlichen Grundschule haben sich mit der Polizei zusammengeschlossen, um die Verkehrssicherheit in der Nähe ihrer Klassenzimmer zu verbessern. Die ungewöhnliche Kooperation folgt einem drastischen Anstieg der Verkehrsunfälle mit Kindern – die Zahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 74 Prozent. Viertklässler der Fellinghausener Grundschule nahmen diese Woche an Kontrollen teil, die sich gegen Rasen und Verstöße bei Kindersitzen richteten.
Die Aktion fand in der Nähe der Schule statt, wo Beamte und Schüler während der stoßzeitenbedingten Bring- und Abholzeiten die Autofahrer im Blick behielten. Viele Unfälle mit Kindern hatten sich zuvor in den Schulstunden oder nach außerschulischen Aktivitäten ereignet.
Bei den Kontrollen wurden fast 120 Fahrzeuge angehalten. Davon erhielten 36 Fahrer eine höfliche "Erinnerung" wegen kleinerer Verstöße, während 81 sich an die Regeln hielten und von den jungen Helfern eine Dankeskarte überreicht bekamen. Nur zwei Knöllchen wegen zu schnellen Fahrens wurden ausgestellt – beide während der Mittagspatrouillen in Osthelden.
Polizeidirektor Marcel Zirnsak unterstützte die Initiative und betonte, dass die Anwesenheit der Kinder die Verkehrsteilnehmer sensibilisiere. Auch Landrat Andreas Müller lobte das Engagement der Schüler, die das Kontrollteam tatkräftig unterstützten.
Im Fokus der Aktion standen die Reduzierung von Raserei und die korrekte Nutzung von Kindersitzen. Die Behörden hoffen, dass die Zusammenarbeit zu einer sichereren Fahrweise in Schulnähe beiträgt. Sollte sich die Verkehrssicherheit nicht weiter verbessern, könnte die Initiative wiederaufgenommen werden.






