Großrazzia in Duisburg-Nord: Illegale Bars und Wettbüros geschlossen
Sophia KellerGroßrazzia in Duisburg-Nord: Illegale Bars und Wettbüros geschlossen
Behörden in Duisburg-Nord führen Großrazzia gegen illegale Geschäfte durch
Am Mittwochabend haben die Behörden im nordrhein-westfälischen Duisburg-Nord eine koordinierte Großrazzia gegen illegale Betriebe durchgeführt. Im Fokus standen vor allem Wettbüros, nicht lizenzierte Bars und andere Gewerberäume, die im Verdacht standen, gegen geltendes Recht zu verstoßen. Bei den Kontrollen wurden über 100 Personen überprüft – mehrere von ihnen müssen mit unmittelbaren Konsequenzen rechnen.
Die Beamten durchsuchten insgesamt zehn Gewerbeimmobilien, darunter Wettannahmestellen, Kioske und Gaststätten. Zwei Betriebe wurden wegen festgestellter Verstöße sofort geschlossen.
In einem Wettbüro an der Weseler Straße wurde ein 61-jähriger Mann mit albanischem Pass vorläufig festgenommen – ihm wird vorgeworfen, sich illegal in Deutschland aufzuhalten. Er bleibt bis zu weiteren Überprüfungen in Gewahrsam.
Ein besonderer Schwerpunkt der Aktion lag auf einer Bar in der Reinerstraße im Stadtteil Bruckhausen. Dort entdeckten die Ermittler einen illegalen Spielautomaten, der beschlagnahmt wurde. Gegen den mutmaßlichen Betreiber wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Während der Razzia versuchte zudem ein 21-Jähriger mit mehreren hundert Gramm Haschisch zu fliehen. Die Polizei konnte ihn stellen und konfiszierte sowohl die Drogen als auch sein Mobiltelefon.
Bis zum Ende des Einsatzes wurden vier Strafanzeigen erstattet, unter anderem wegen illegalen Aufenthalts, Verstößen gegen das Cannabisgesetz, Urheberrechtsverletzungen und dem Betrieb illegaler Glücksspielangebote. Die Stadtverwaltung verhängte zudem drei Bußgelder – eines davon wegen Verstößen gegen den Jugendschutz – und leitete ein Verfahren gegen einen Gastwirt ein, der gegen Pfandvorschriften verstoßen haben soll.
Die Razzia brachte die Beschlagnahmung von Haschisch, eines illegalen Spielautomaten sowie die vorläufige Schließung zweier Betriebe mit sich. Insgesamt wurden vier strafrechtliche Ermittlungsverfahren eingeleitet, ein Verdächtiger bleibt weiterhin in Gewahrsam. Wie viele ähnliche Einsätze es in Duisburg im vergangenen Jahr gegeben hat, wollten die Behörden nicht mitteilen.






