27 January 2026, 02:32

Gil Ofarim im Dschungelcamp: Warum seine Antisemitismus-Lüge bis heute nachwirkt

Admiral Mike Gilday steht an einem Podium mit einem Mikrofon und einer Tafel, spricht zu einer sitzenden Menge auf der 2021 Internationalen Seemacht-Symposium, mit Flaggen, einem Bildschirm mit Text und einer Treppe mit Geländern im Hintergrund.

Gil Ofarim im Dschungelcamp: Warum seine Antisemitismus-Lüge bis heute nachwirkt

Gil Ofarim muss sich erneut mit Kritik auseinandersetzen, da er in der RTL-Show 'Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!' erneut wegen eines Antisemitismus-Skandals aus dem Jahr 2021 in die Schlagzeilen gerät. Der umstrittene Sänger hatte damals vor Gericht zugegeben, dass seine Vorwürfe gegen einen Hotelmitarbeiter falsch waren. Nun stellen ihm seine Mitcamper infrage, warum er den Vorfall nicht angemessen aufarbeitet.

Im Oktober 2021 hatte Ofarim einen Angestellten des Leipziger Westin-Hotels beschuldigt, antisemitische Bemerkungen gemacht zu haben. Später gab er vor Gericht zu, dass die Anschuldigungen unwahr waren. Das Verfahren endete am 26. Januar 2026 mit einer Geldauflage nach § 153a StPO und einer einstweiligen Verfügung, die ihm untersagt, sich weiter öffentlich dazu zu äußern.

In der Show stellte ihn die Mitcamperin Ariel zur Rede und warf ihm vor, sich hinter der einstweiligen Verfügung zu verstecken. Sie bezeichnete seine Begründung als Ausrede und kritisierte, dass er sich trotz des Geständnisses weiterhin als Opfer inszeniere. Auch Mirja du Mont schloss sich der Kritik an und bezeichnete Ofarims Ausweichmanöver nicht als rechtliche Zwangslage, sondern als Desinteresse. Beide Frauen forderten ihn auf, sich öffentlich zu entschuldigen – was er bis heute nicht getan hat. Ofarim selbst räumte ein, vor allem aus finanziellen Gründen an der Show teilzunehmen: Er müsse Rechnungen bezahlen und seine Kinder versorgen.

Trotz des Gerichtsurteils und seines Eingeständnisses falscher Anschuldigungen ist die Debatte um Ofarim nicht abgeebbt. Sein Auftritt in der Reality-Show hat die Diskussion über Verantwortung und öffentliche Entschuldigungen neu entfacht. Die einstweilige Verfügung bleibt zwar bestehen, doch seine Mitcamper hinterfragen weiterhin sein Verhalten in der Angelegenheit.