06 February 2026, 22:36

Gil Ofarim gesteht falsche Antisemitismus-Vorwürfe gegen Leipziger Hotelmitarbeiter

David Letterman, gekleidet in Anzug und Krawatte, steht vor einer Menschenmenge, beleuchtet von Scheinwerfern und umgeben von einer Wand, wahrscheinlich bei der Premiere seines bevorstehenden Films.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim gesteht falsche Antisemitismus-Vorwürfe gegen Leipziger Hotelmitarbeiter

Im Oktober 2021 warf der Sänger Gil Ofarim einem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels Antisemitismus vor. Er behauptete, ein Angestellter habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Halskette abzulegen. Die Anschuldigung löste eine breite Debatte aus, doch der Fall nahm eine dramatische Wende, als Ofarim später vor Gericht einräumte, dass seine Darstellung falsch war. Kürzlich brach er sein Schweigen zu dem Vorfall in der Sendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Der Streit begann, als Ofarim öffentlich erklärte, ein Hotelmitarbeiter habe abfällige Bemerkungen über seine Kette gemacht. Er bestand darauf, es gebe einen Zeugen, der ihn mit dem Schmuckstück gesehen habe, und argumentierte, dass auf den Überwachungsaufnahmen des Hotels entscheidende Sekunden fehlten. Zudem behauptete er, das veröffentlichte Video sei nicht das Original und sei manipuliert worden. Im November 2023 gab Ofarim vor Gericht zu, dass seine ursprüngliche Anschuldigung unwahr war. Dennoch wurde das Verfahren eingestellt, nachdem er sich bereit erklärte, 10.000 Euro als Entschädigung an die Jüdische Gemeinde Leipzig und die Stiftung Haus der Wannsee-Konferenz zu zahlen. Über die Verwendung der Gelder wurden keine Details bekannt. Während einer Lagerfeuer-Runde in Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! äußerte sich Ofarim erneut zu dem Skandal. Als Grund für seine Zurückhaltung bei weiteren Angaben nannte er eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Die Videoaufnahmen des Hotels zeigten jedoch keine Beweise dafür, dass er die Halskette zum Zeitpunkt des angeblichen Vorfalls trug. Der Fall endete ohne formelles Urteil, doch Ofarims Geständnis vor Gericht bestätigte, dass seine ursprüngliche Behauptung falsch war. Die Zahlung von 10.000 Euro beendete die rechtliche Auseinandersetzung, wobei die genaue Verwendung der Entschädigungssumme weiterhin ungeklärt bleibt. Der Vorfall wirft weiterhin Fragen auf und unterstreicht die Tragweite öffentlicher Anschuldigungen und ihrer Folgen.