11 January 2026, 06:33

Ghanaisches Gericht anerkennt zwei Ehefrauen von Daddy Lumba – ein historisches Urteil

Eine Frau ist in der Mitte des Bildes dargestellt, mit Text oben.

Ghanaisches Gericht anerkennt zwei Ehefrauen von Daddy Lumba – ein historisches Urteil

Ein langjähriger Rechtsstreit um den ehelichen Status des ghanaischen Musikers Daddy Lumba hat nun ein Ende gefunden. Das High Court in Kumasi entschied, dass sowohl Akosua Serwaa als auch Priscilla Ofori, besser bekannt als Odo Broni, als seine Ehefrauen anerkannt werden sollen. Die Entscheidung folgt auf jahrelange Auseinandersetzungen zwischen den beiden Frauen um ihre Rechte als Ehepartnerinnen.

Im Mittelpunkt des Falls standen Ansprüche von Lumbas erster Ehefrau sowie einer späteren Beziehung, obwohl in öffentlichen Unterlagen keine rechtlich anerkannte zweite Ehe nach deutschem oder ghanaischem Recht verzeichnet ist.

Das Urteil des Gerichts erfolgte nach Daddy Lumbas Tod Ende 2025. Seine Beerdigung fand am 13. Dezember desselben Jahres statt, doch Akosua Serwaa nahm nicht daran teil. Stattdessen tauchten einen Monat später Videos auf, die sie an einem Flughafen in Deutschland zeigten.

Im August 2025 kehrte sie zum zweiten Mal seit dem Tod ihres Mannes nach Ghana zurück – während der traditionellen einwöchigen Trauerfeierlichkeiten. Unterstützer, darunter auch Lumbas Schwester, versammelten sich am Kotoka International Airport in Accra, um sie zu empfangen. Die öffentliche Demonstration der Unterstützung unterstrich die anhaltenden Spannungen zwischen den beiden Frauen.

Der Rechtsstreit hatte große Aufmerksamkeit erregt, wobei beide Seiten ihre Argumente bezüglich ihres ehelichen Status vorbrachten. Priscilla Ofori, die seit Langem als Lumbas erste Ehefrau gilt, sah sich mit Ansprüchen von Akosua Serwaa konfrontiert, die ebenfalls ihren Status als Ehefrau geltend machte. Das Gericht entschied schließlich, dass beide Frauen berechtigte Ansprüche auf Grundlage traditioneller oder rechtlicher Anerkennung hätten.

Das Urteil beendet den Streit formal, lässt jedoch Fragen zu Erbschaft und familiären Regelungen ungeklärt. Akosua Serwaas jüngste Besuche in Ghana deuten darauf hin, dass sie ihre Präsenz im Land aufrechterhalten möchte. Der Fall hat zudem die Debatte über polygame Ehen und deren rechtliche Anerkennung in der ghanaischen Gesellschaft wiederbelebt.