03 March 2026, 13:23

Gefälschter Führerschein und 11,8 Tonnen Überladung: Lkw-Fahrer in Bochum gestoppt

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Rauch, der aus ihren Schornsteinen aufsteigt, umgeben von Gebäuden, Masten und Eisenbahnschienen, mit dem Text "Avant la Guerre - Hénin-Lietard - Mines de Douges - Les Services Centraux" oben und unten.

Gefälschter Führerschein und 11,8 Tonnen Überladung: Lkw-Fahrer in Bochum gestoppt

Schwer überladener Lkw in Bochum gestoppt – Fahrer mit gefälschten Papieren

Am 23. Februar wurde in Bochum ein extrem überladener Kiplkw angehalten, nachdem die Polizei bemerkt hatte, dass die Federung des Fahrzeugs gefährlich durchhing. Der mit Schotter beladene Laster schrammte mit den Radläufen über die Straße. Später stellte sich heraus, dass der Fahrer mit gefälschten Dokumenten unterwegs war und über keine gültige Fahrerlaubnis für das Fahrzeug verfügte.

Der Vorfall ereignete sich gegen 10 Uhr in der Nähe der Dorstener Straße und der Riemker Straße. Bei der anschließenden Wiegekontrolle zeigte der Lkw 11,8 Tonnen an – deutlich über der zulässigen Höchstlast von 7,49 Tonnen. Der 60-jährige Fahrer, ein Bauarbeiter, sprach kein Deutsch und präsentierte zunächst einen polnischen Führerschein.

Die Behörden stellten jedoch schnell fest, dass sowohl der Führerschein als auch seine polnische Aufenthaltserlaubnis Fälschungen waren. Weitere Überprüfungen ergaben, dass er lediglich einen georgischen Pkw-Führerschein besaß, dem die notwendige gewerbliche Zusatzqualifikation für den Lkw fehlte. Der Mann gab zu, mit den gefälschten Papieren in der EU als angeblicher EU-Bürger arbeiten zu wollen.

Mittlerweile ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung und weitere Straftaten. Der Fall reiht sich in ein größeres Muster von Betrugsfällen in der Baubranche ein. In den vergangenen zwei Jahren haben deutsche Behörden rund 1.200 Fälle von gefälschten Führerscheinen und Aufenthaltstiteln im Zusammenhang mit illegaler Arbeit registriert. Bei einer Großrazzia in Berlin im März 2025 wurden 450 Personen festgenommen, während ein Bundeskriminalbericht landesweit 750 ähnliche Fälle dokumentierte.

Dem Fahrer drohen nun Anklagen wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne die erforderliche Fahrerlaubnis. Die extreme Überladung des Lkw könnte zudem Verstöße gegen die Verkehrssicherheit nach sich ziehen. Ob auch das beteiligte Bauunternehmen wegen der Beschäftigung eines unqualifizierten Fahrers mit Konsequenzen rechnen muss, steht laut Polizei noch nicht fest.

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