08 February 2026, 02:24

Gedenkmarsch in Lünen ehrt Opfer des Nationalsozialismus mit bewegenden Stationen

Ein Gedenkstein in einer Stra{\ss}e umgeben von Gras, Pflanzen, B"{a}umen, Laternenmasten und Fahrzeugen mit Blumen darauf, gewidmet den Opfern des Holocaust, mit Geb"{a}uden und einem bew"{o}lktem Himmel im Hintergrund.

Gedenkmarsch in Lünen ehrt Opfer des Nationalsozialismus mit bewegenden Stationen

Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem Gedenkmarsch für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung stand im Zeichen des bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und führte zu historischen Orten in der Stadt. Begleitet wurden die Teilnehmer von musikalischen Darbietungen des Lünen-Süd-Blasorchesters.

Der Marsch begann auf dem Evangelischen Friedhof an der Kirchhofstraße, wo Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eine Eröffnungsrede hielt. Sie betonte die Bedeutung lokaler Erinnerungskultur und die fortwährende gesellschaftliche Verantwortung, das Gedenken an die Verfolgten der NS-Diktatur wachzuhalten.

Die Route führte weiter zur Viktoriaschule, zum Hauptbahnhof sowie zu mehreren Standorten der Stolpersteine – jener kleinen Messingtafeln im Gehweg, die an einzelne Opfer erinnern. Allein in Lünen wurden mindestens sechs dieser Steine verlegt, darunter sechs für die jüdische Familie Rosenbaum in der Borker Straße 5, die am 11. Dezember 2025 gesetzt wurden. Eine weitere Station war das Holocaust-Mahnmal an der Lippe.

Vertreter der Initiative Stolpersteine Lünen, des Stadtmuseums Lünen sowie lokale Gästeführer vermittelten an den einzelnen Orten historische Zusammenhänge, persönliche Biografien und Einblicke in die Erinnerungskultur. Der Marsch endete mit einem gemeinsamen Treffen im Gemeindezentrum St. Georg, wo die Organisatoren die hohe Beteiligung lobten und ankündigten, die Veranstaltung künftig als festen Bestandteil der Lünener Gedenktradition zu etablieren.

Der Gedenkmarsch brachte Anwohner, Historiker und lokale Verantwortungsträger zusammen, um über die Vergangenheit zu reflektieren. Die Organisatoren planen, die Veranstaltung in den kommenden Jahren zu wiederholen und so Lünens Engagement für das Gedenken an die NS-Opfer zu stärken. Die Aktivitäten des Tages unterstrichen die Bedeutung öffentlicher Erinnerung für die Bewahrung der Geschichte für nachkommende Generationen.