24 March 2026, 20:14

Fünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel in Gießen

Ein altes Buch mit einer Deutschlandkarte auf dem Cover, das Illustrationen und Text enthält.

Fünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel in Gießen

Fünfzehn Migrantinnen aus sechs Ländern starten elfmonatiges Qualifizierungsprogramm in Gießen

Fünfzehn zugewanderte Frauen aus sechs verschiedenen Ländern haben in Gießen ein elfmonatiges Qualifizierungsprogramm begonnen. Die Initiative Perspektive Pädagogik soll ihnen den Einstieg in pädagogische Berufe in Deutschland ermöglichen. Die Teilnehmerinnen werden nicht nur für die Frühkindbildung ausgebildet, sondern auch für Tätigkeiten in der Sozialarbeit und der heilpädagogischen Kinderbetreuung.

Das Projekt reagiert damit auf den wachsenden Fachkräftemangel im Bildungsbereich. Viele der Frauen bringen bereits relevante Berufserfahrung mit und eignen sich nun erweiterte Deutschkenntnisse an, um sich für eine qualifizierte Ausbildung zu qualifizieren.

Das Programm ist Teil des übergeordneten Projekts Perspektive Pädagogik, das über das hessische Förderprogramm Impulse der Arbeitsmarktpolitik, die Europäische Union und weitere Partner finanziert wird. Träger ist die ZAUG gGmbH in Kooperation mit dem Gießener Amt für Integration. Berufsbezogene Sprachkurse im Bereich Frühpädagogik werden von der Sprachportal Akademie GmbH angeboten, unterstützt vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

In den kommenden elf Monaten absolvieren die Teilnehmerinnen Hospitationen, Praktika und Coachings. Zudem erhalten sie Bewerbungstrainings sowie spezialisierte Fortbildungen in Pädagogik für Ganztagsgrundschulen und Kitas. Ein zentrales Ziel ist das Erreichen des Sprachniveaus C1 – eine Voraussetzung für die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder für ein pädagogisches Studium.

Frühere Durchgänge des Programms haben gezeigt, dass Zuwanderinnen so erfolgreich auf neue Berufschancen vorbereitet werden können. In der aktuellen Runde nehmen Frauen aus Kasachstan, Afghanistan, der Ukraine, Moldau, der Türkei und Syrien teil. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu Absolventinnen früherer Jahrgänge oder ihren heutigen Berufen vor, doch die Verantwortlichen blicken optimistisch auf die Wirkung der Maßnahme.

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Am Ende des Programms verfügen die Teilnehmerinnen über Fähigkeiten, die gezielt auf den deutschen Bildungssektor zugeschnitten sind. Mit dem C1-Sprachzertifikat eröffnen sich ihnen Wege zu weiteren Ausbildungen und Jobs in Branchen mit Personalengpässen. Die Initiative unterstützt Zuwanderinnen damit beim Aufbau einer stabilen Berufslaufbahn und trägt gleichzeitig zur Deckung des lokalen Bedarfs an qualifizierten Fachkräften bei.

Quelle