Frauenstreik in Mönchengladbach: Gemeinsam gegen strukturelle Ungerechtigkeit kämpfen
Clara KrausFrauenstreik in Mönchengladbach: Gemeinsam gegen strukturelle Ungerechtigkeit kämpfen
Frauenstreik in Mönchengladbach: Am 9. März 2026 geht die Stadt auf die Straße
Am 9. März 2026 soll in Mönchengladbach ein Frauenstreik stattfinden. Organisiert wird die Aktion von der Orga Zelle Mönchengladbach, die damit auf strukturelle Ungerechtigkeiten aufmerksam machen will, von denen Frauen, queere Menschen und ihre Unterstützer:innen betroffen sind. Die Initiator:innen rufen nun zu freiwilligem Engagement auf, um die Planung und Durchführung des Protests zu unterstützen.
Im Fokus des Streiks stehen langjährige Missstände in der Stadt: Frauen leisten den Großteil der bezahlten und unbezahlten Care-Arbeit – doch diese Tätigkeiten werden nach wie vor unterbewertet und schlecht entlohnt. Alleinerziehende sehen sich zunehmend finanziellen Belastungen ausgesetzt, während Beratungsstellen für Gewaltbetroffene mit einer überlasteten Nachfrage kämpfen.
Der zentrale Auftakt mit Kundgebung und Demonstration findet am Sonnenhausplatz statt. Gesucht werden Helfer:innen für verschiedene Aufgaben, etwa das Verteilen von Flyern, die Unterstützung als Ordner:innen oder die Mitarbeit im Bewusstseinsbildungsteam. Wer den Streik mitgestalten möchte – sei es als Teilnehmer:in oder Mitorganisator:in –, ist herzlich eingeladen, sich einzubringen. Die Aktion versteht sich als gemeinsamer Aufruf zum Handeln und richtet sich nicht nur an direkt Betroffene, sondern auch an Solidarische, die sich für mehr Gerechtigkeit einsetzen. Durch die öffentliche Sichtbarmachung dieser Themen soll Druck auf die lokale Politik und gesellschaftliche Einstellungen ausgeübt werden, um konkrete Veränderungen zu bewirken.
Die Orga Zelle Mönchengladbach hat ihre Planungsprozesse für eine breite Beteiligung geöffnet. Ob logistische Unterstützung oder Öffentlichkeitsarbeit – es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen. Der Streik am 9. März wird eine Plattform bieten, um die Abwertung von Care-Arbeit und die dahinterstehenden Strukturen, die Ungleichheit verfestigen, infrage zu stellen.