25 April 2026, 10:13

Forscher entwickeln umweltfreundliche Pestizide mithilfe von Bakterien für nachhaltige Landwirtschaft

Weißer Hintergrund mit fettem grünem Text, der "single use support pioneering biopharma" liest.

Forscher entwickeln umweltfreundliche Pestizide mithilfe von Bakterien für nachhaltige Landwirtschaft

Ein Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) entwickelt eine neue Methode zur Herstellung umweltfreundlicher Pestizide. In den kommenden fünf Jahren werden die Wissenschaftler:innen untersuchen, wie sich mithilfe von Bakterien ein natürliches Insektizid erzeugen lässt – mit dem Ziel, die Umweltbelastung durch herkömmliche chemische Pestizide zu verringern.

Das Projekt mit dem Namen PyreComm konzentriert sich auf die Produktion von Pyrethrin-Verbindungen, natürlichen Pestiziden, die ursprünglich aus der Dalmatinischen Insektenblume gewonnen werden. Statt sie aus Pflanzen zu extrahieren, setzt das Team auf das Bakterium Vibrio natriegens, um diese Wirkstoffe effizienter herzustellen. Dieser Ansatz könnte zu einem kostengünstigen Bio-Pestizid führen, das im Einklang mit der EU-Farm-to-Fork-Strategie steht und möglicherweise die Zulassungsverfahren beschleunigt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Nachwuchsforschungsgruppe von Dr. St. Elmo Wilken am Institut für Quantitative und Theoretische Biologie der HHU leitet das Vorhaben. Ihr Ziel ist es, eine sichere und nachhaltige Alternative zu synthetischen Pestiziden zu entwickeln – Substanzen, die zwar für die Ernährungssicherheit unverzichtbar sind, deren ökologische Folgen jedoch zunehmend in der Kritik stehen.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit rund 2,7 Millionen Euro. Es ist Teil der Nationalen Bioökonomiestrategie, einer Regierungsinitiative, die eine Kreislaufwirtschaft auf Basis nachwachsender Rohstoffe vorantreibt. Die Mittel stammen aus dem Programm "Kreative Nachwuchstalente für die Bioökonomie", das junge Forscher:innen bei der Entwicklung innovativer Lösungen für die Bioökonomie unterstützt. Die Initiative fördert zudem die Zusammenarbeit zwischen Nachwuchswissenschaftler:innen und erfahrenen Mentor:innen, um komplexe Forschungsfragen zu bewältigen.

Bei Erfolg könnte das Projekt Landwirt:innen eine umweltverträglichere Alternative zu herkömmlichen Pestiziden bieten, ohne den Pflanzenschutz zu vernachlässigen. Die Erkenntnisse des Teams könnten zudem einen Beitrag zu den übergeordneten Zielen der deutschen Bioökonomiestrategie leisten – und so den Wandel hin zu nachhaltigeren Anbaumethoden in der Landwirtschaft beschleunigen.

Quelle