13 March 2026, 18:14

Ford Köln baut 3.000 Stellen ab – Elektroflaute zwingt zum radikalen Sparen

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das den Text "Trickle-Down Economics Doesn't Work" zeigt und einen Zitat von Präsident Biden enthält.

Bogeyman der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln baut 3.000 Stellen ab – Elektroflaute zwingt zum radikalen Sparen

Fords Werk in Köln hat innerhalb eines Jahres fast 3.000 Stellen abgebaut – Teil einer umfassenden Sparoffensive. Der Personalabbau folgt auf die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, die das Unternehmen zwang, auf ein Ein-Schicht-Modell in der Produktion umzustellen. Die Belegschaft wird damit auf unter 9.000 Mitarbeiter schrumpfen, nach über 18.000 im Jahr 2019.

Die Entlassungswelle begann im Januar 2024, als Ford die Produktionsbelegschaft abrupt um fast 1.000 Beschäftigte reduzierte. Dieser Schritt erfolgte nach der Entscheidung, von zwei auf eine Schicht umzustellen – eine direkte Folge der zögerlichen Absatzzahlen bei E-Autos. Der Konzern hatte zuvor Milliarden in die Modernisierung des Kölner Standorts für die Elektrofahrzeugproduktion investiert, doch die geringere als erwartete Nachfrage führte zu finanziellen Verlusten in Deutschland.

Bis Mitte 2024 hatte Ford vereinbart, 2.900 Stellen im Rahmen eines umfassenden Sparprogramms abzubauen. Rund 2.100 Mitarbeiter nahmen ein freiwilliges Ausscheiden in Anspruch, während weitere 800 Arbeitsplätze an externe Investoren übertragen wurden. Zwangsentlassungen konnte das Unternehmen vermeiden, da sich genug Beschäftigte für einen freiwilligen Abgang entschieden.

Die Gesamtzahl der Beschäftigten am Standort wird bald unter 9.000 liegen – vor den jüngsten Kürzungen waren es noch etwa 10.500. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen verzeichnet der deutsche Elektrofahrzeugmarkt Wachstum: Zwischen Januar und September 2025 wurden 382.200 neu zugelassene Batterie-Elektrofahrzeuge gemeldet.

Ziel der Stellenstreichungen ist es, Ford Deutschland nach schweren Verlusten wieder in die Gewinnzone zu führen. Da das Sparziel nun erreicht ist, wird das Unternehmen mit einer deutlich kleineren Belegschaft weiterarbeiten. Unklar bleibt jedoch, welche langfristigen Auswirkungen der Personalabbau auf die Elektrofahrzeugproduktion im Kölner Werk haben wird.

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