FDP stoppt Solinger Pläne zur Umwidmung des Buschfelds ohne Ersatzstandort
Sophia KellerFDP stoppt Solinger Pläne zur Umwidmung des Buschfelds ohne Ersatzstandort
Die FDP-Fraktion in Solingen fordert die Stadt auf, die Verhandlungen über die Flächennutzung des Buschfelds zu stoppen. Im Mittelpunkt des Streits stehen Pläne, das Gebiet umzuwidmen, ohne einen alternativen Gewerbestandort zu sichern. Nach Ansicht der Partei würde dieser Schritt gegen einen Ratsbeschluss verstoßen und die ohnehin angespannte Lage auf dem Gewerbeflächenmarkt in Solingen weiter verschärfen.
Der Vorstoß der FDP folgt auf die Ankündigung der Stadtverwaltung, einen neuen Antrag zur Änderung des Regionalplans für das Buschfeld einzureichen. Nina Brattig, Sprecherin der FDP-Fraktion, betonte, dass jede Umwidmung einen gleichwertigen Ersatzstandort innerhalb Solingens beinhalten müsse. Sie verwies darauf, dass der Ratsbeschluss die Umwidmung ausdrücklich an diese Bedingung knüpfe.
Der Masterplan für Arbeit und Wirtschaft macht ein wachsendes Problem deutlich: Solingen verfügt nicht über ausreichend Gewerbeflächen. Würde das Buschfeld aus den Entwicklungsplänen gestrichen, vergrößerte sich das Defizit auf 50 Hektar. Die derzeit verfügbaren Flächen decken bereits jetzt nicht den künftigen Bedarf an Betriebsansiedlungen.
Brattig rief Bürgermeister Tim Kurzbach dazu auf, die demokratische Entscheidung des Rates zu respektieren. Die FDP erwartet, dass die Stadt ihren Antrag zurückzieht, sofern kein geeigneter Ersatzstandort gefunden wird. Andernfalls, so die Warnung, würde die Umwidmung die Krise auf dem Gewerbeflächenmarkt weiter zuspitzen.
Der Vorstoß der Verwaltung zur Umwidmung des Buschfelds stößt damit auf massiven Widerstand. Sollte kein Ersatzgelände ausgewiesen werden, droht der Stadt ein Defizit von 50 Hektar an Gewerbeflächen. Die FDP besteht darauf, dass der Bürgermeister den Ratsbeschluss einhalten muss, bevor weitere Schritte eingeleitet werden.






