06 January 2026, 14:40

FDP-Politiker sorgen mit Muppets-Show-Nummer für Eklat bei Stuttgarter Epiphanie-Feier

Zwei Männer in Mützen und passenden Kostümen sitzen und spielen verschiedene Musikinstrumente, wobei einer eine Brille trägt und Musikgeräte hinter ihnen sichtbar sind.

Liberale Muppet-Show: FDP-Spitzenpolitiker liefern Comedy-Act - FDP-Politiker sorgen mit Muppets-Show-Nummer für Eklat bei Stuttgarter Epiphanie-Feier

Stuttgarter Epiphanie-Feier eskaliert: FDP-Politiker sorgen mit Muppets-Show-Nummer für Eklat

Die traditionelle Epiphanie-Veranstaltung in Stuttgart nahm in diesem Jahr eine ungewöhnliche Wendung. Zwei Spitzenpolitiker der Freien Demokratischen Partei (FDP) störten die feierliche Zeremonie mit Zwischrufen und Scherzen – und erinnerten dabei an die grantigen Balkon-Bewohner Statler und Waldorf aus der Muppet Show. Doch statt nur für Heiterkeit zu sorgen, löste ihr Auftritt eine politische Kontroverse aus.

Der Vorfall ereignete sich im Stuttgarter Opernhaus, wo sich Politiker und Würdenträger zur jährlichen Epiphanie-Feier versammelt hatten. Von einer Loge aus begannen FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki und die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, mit lautstarken Kommentaren – ganz im Stil des sarkastischen Duos aus der Kultserie.

Kubicki nahm dabei besonders Jan van Aken, den Co-Vorsitzenden der Linken, aufs Korn. Mit makabrem Humor schlug er vor, der russische Präsident Dmitri Medwedjew solle – falls er einen deutschen Politiker entführen wolle – lieber van Aken statt Bundeskanzler Friedrich Merz wählen. Der Seitenhieb spielte auf die jüngsten Spannungen um angebliche russische Einmischung in die europäische Politik an. Strack-Zimmermann fiel ein, betonte scherzhaft, sie sei „nicht Miss Piggy“ – eine Anspielung auf die Muppets-Figur – und verglich Kubicki mit Kermit dem Frosch.

Doch die Stimmung kippte, als Kubicki vor einer möglichen Anschlagsserie einer linksextremen Gruppe warnte, die eine deutsche Großstadt lahmlegen könnte. Er warf van Aken vor, linksextreme Gewalt zu verharmlosen und solche Straftaten aus ideologischen Gründen sogar für „amüsant“ und gerechtfertigt zu halten. Die Provokationen überschatten die sonst so formelle Veranstaltung. Beide FDP-Politiker rechtfertigten ihr Verhalten später als Satire – Kritiker warfen ihnen jedoch Respektlosigkeit vor.

Der Eklat verschärft die ohnehin angespannte politische Stimmung in Deutschland. Kubickis Äußerungen zu Entführung und Terrorismus stießen auf scharfe Reaktionen, während die Muppets-Vergleiche bei manchen die Frage aufwarfen, wie weit politischer Diskurs gehen darf. Die Affäre wird die Debatte über Grenzen der öffentlichen Rhetorik weiter anheizen.