Faschingsgala in Franken: Politiker senden mit Kostümen politische Signale
Lotta WagnerFaschingsgala in Franken: Politiker senden mit Kostümen politische Signale
Faschingsgala in Franken: Politiker nutzen Kostüme für klare Botschaften
Auf der diesjährigen Faschingsgala in Franken setzten Politiker mit ihren Verkleidungen gezielt politische Akzente. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erschien als Braveheart – eine Wahl, die Diskussionen über sein Verhältnis zu Berlin entfachte. Doch auch andere prominente Gäste wählten Outfits mit deutlicher Symbolik.
Söders Braveheart-Kostüm wurde maßgeschneidert von Dirk Hirsch, dem Leiter der Kostümabteilung des Staatstheaters Nürnberg. Die dramatische Inszenierung sorgte für Aufsehen und wurde von vielen als Hinweis auf die politischen Spannungen zwischen dem Freistaat und der Bundesregierung gedeutet.
Die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, präsentierte sich als Suffragette und unterstrich damit ihr Engagement für Frauen in der Politik. Ihr Auftritt passte zur laufenden "Bayern ruft!"-Kampagne, die 2020 gestartet wurde, um den Frauenanteil in Kommunalparlamenten zu erhöhen. Zu den jüngsten Aktionen zählte ein Gruppenfoto an der Bavaria-Statue in München am 3. Februar 2026 sowie Werbung in Olching vor den Wahlen am 8. März. Verantwortlich für die Kampagne ist das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär nutzte ihr Kostüm, um auf die Meeresforschung aufmerksam zu machen – ganz im Einklang mit ihrem Ressort. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt setzte hingegen auf Humor und erschien als Lucky Luke, der legendäre Comic-Cowboy.
Die Gala zeigte einmal mehr: Kostüme können politische Aussagen transportieren. Während Söders Braveheart-Auftritt seine Haltung zur Länderautonomie betonte, stand Aigners Suffragetten-Outfit für Gleichberechtigung. Zugleich rückte die Veranstaltung die "Bayern ruft!"-Initiative kurz vor den Wahlen wieder in den Fokus.