Familienausflug auf Müngstener Brücke löst teuren Großeinsatz der Rettungskräfte aus
Sophia KellerFamilienausflug auf Müngstener Brücke löst teuren Großeinsatz der Rettungskräfte aus
Unbefugter Spaziergang einer Familie über die Müngstener Brücke löst Großeinsatz aus
Am Sonntag, dem 8. März, löste ein unbefugter Ausflug einer Familie über die Müngstener Brücke einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Der Vorfall, der sich kurz nach Mittag ereignete, führte zur Sperrung der Bahnstrecke für mehr als 40 Minuten. Nach Zeugenaussagen, die drei Personen im gesperrten Gleisbereich gemeldet hatten, rückten Polizei und Feuerwehr mit mehreren Kräften an.
Gegen 12:05 Uhr bemerkten Passanten zwei Erwachsene und ein Kind in der Nähe der Gleise auf der Müngstener Brücke. Die Bundespolizei traf kurz darauf ein und bestätigte, dass sich die Gruppe widerrechtlich im Bahnbereich aufhielt. Die Beamten legten die Strecke zwischen 12:09 Uhr und 12:50 Uhr still, was erhebliche Verspätungen im Zugverkehr zur Folge hatte.
Die Erwachsene gaben später an, einer Navigations-App gefolgt zu sein, die sie auf die Brücke geführt habe. Die Bundespolizei wies jedoch auf deutlich sichtbare Verbots-Schilder in dem Bereich hin. An der Einsatzstelle waren Kräfte der Wuppertaler Polizei, der Feuerwehr Solingen sowie der Feuerwehr Remscheid im Einsatz.
Die finanziellen Folgen des Vorfalls werden zunehmend deutlich: Die Stadt Solingen erließ einen Kostenbescheid nach Landesrecht zur Katastrophenbewältigung und belastete die Verantwortlichen mit rund 656 Euro für den Feuerwehreinsatz. Die Polizei Wuppertal stellte jedem der beiden Erwachsenen zudem 118,50 Euro in Rechnung; der Fall befindet sich derzeit im Anhörungsverfahren. Die Bundespolizei ihrerseits veranschlagte 99,60 Euro für ihren Einsatz und leitete ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die beiden Erwachsenen ein.
Die Stadt Remscheid prüft noch, ob weitere Kosten geltend gemacht werden, hat jedoch keinen Zeitrahmen für eine Entscheidung genannt.
Der Vorfall unterstreicht die erheblichen Gefahren, die von unbefugtem Betreten von Bahnanlagen ausgehen. Neben der akuten Lebensgefahr führten die Störung zu hohen Einsatzkosten und langanhaltenden Verkehrsbehinderungen. Die Behörden betonen erneut, wie wichtig es ist, Warnschilder an Gleisanlagen strikt zu beachten.






