Falscher Rettungssanitäter mit Blaulicht und gefälschten Papieren unterwegs
Clara KrausMann in NRW gibt sich fälschlich als Rettungshilfe aus: Mit EKG-Gerät zum Einsatz - Falscher Rettungssanitäter mit Blaulicht und gefälschten Papieren unterwegs
Ein 61-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen steht unter Verdacht, sich als Rettungskraft ausgegeben zu haben. Die Behörden entdeckten, dass er in Mechernich an einem Einsatz teilgenommen hatte – gekleidet in offiziell wirkende Schutzkleidung und mit unberechtigt genutztem Equipment.
Der Beschuldigte traf mit Blaulicht, Sirene und überhöhter Geschwindigkeit am Einsatzort in Mechernich ein. Er trug Kleidung des Rettungsdienstes und führte ein privat beschafftes EKG-Gerät mit sich, obwohl er weder über eine medizinische Ausbildung noch über eine Notfallausbildung verfügt.
Bei einer Durchsuchung seines Wohnsitzes fanden die Ermittler Pfefferspray, gefälschte Ausweisdokumente, Luftdruckwaffen, Schlagstöcke und Tierabwehrsprays. Zudem besaß er illegal betriebene Digitalfunkgeräte, mit denen er echte Rettungseinsätze mitverfolgt hatte.
Während des Vorfalls versuchte er, sich in die medizinische Versorgung einzumischen, und beteiligte sich sogar am Transport eines Patienten. Die Behörden bestätigten, dass er kein Mitglied eines Rettungsdienstes ist und nicht berechtigt war, die BOS-Digitalfunkfrequenzen zu nutzen.
Fälle, in denen sich Personen unberechtigt als Einsatzkräfte ausgeben und deren Ausrüstung missbrauchen, tauchen gelegentlich in lokalen Medienberichten auf. Eine zentrale Statistik, die erfasst, wie häufig solche Vorfälle in ganz Deutschland vorkommen, gibt es jedoch nicht.
Der Mann muss nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Sein Einsatz gefälschter Ausweise, unzulässiger Funkanlagen und seine Einmischung in Rettungsmaßnahmen haben Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit geweckt. Die Ermittlungen zu seinem Handeln laufen weiterhin.






