11 February 2026, 00:26

Experten fordern radikale Beamtenpensionsreform – doch die Kosten explodieren bis 2060

Eine alte Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit schwarzem Text auf weißem Hintergrund.

Experten fordern radikale Beamtenpensionsreform – doch die Kosten explodieren bis 2060

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung drängt auf grundlegende Reformen bei den Beamtenpensionen. Sein Vorschlag sieht vor, alle aktiven Beamten schrittweise in die gesetzliche Rentenversicherung zu überführen. Doch der Umbau würde Jahrzehnte dauern – eine vollständige Umsetzung ist frühestens lange nach Ostern 2025 zu erwarten.

Bis 2023 zahlten öffentliche Arbeitgeber 12,55 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen in die gesetzliche Rente ein – bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Nun fordern Experten, dass auch Beamte in dieses System eingegliedert werden. Würde die Reform beschlossen, müsste der Staat die Arbeitgeberanteile übernehmen, was bis 2035 jährliche Kosten von 10 Milliarden Euro verursachen würde.

Bis 2040 stiegen die Ausgaben auf 20 Milliarden Euro pro Jahr, und die Prognosen gehen von jährlichen Belastungen in Höhe von 70 Milliarden Euro bis 2060 aus. Den Großteil der Last – mehr als zwei Drittel – müssten die Länder tragen. Der Bund würde etwa ein Sechstel übernehmen, der Rest entfiele auf die Kommunen.

Der Sachverständigenrat warnt jedoch, dass die bloße Einbeziehung der Beamten in die Rentenversicherung die Finanzierungsprobleme des Systems nicht lösen würde. Ohne zusätzliche Mittel aus den Haushalten bliebe die finanzielle Situation der Rente unverändert.

Die geplante Reform würde sich über Generationen hinziehen, wobei die vollen Auswirkungen erst nach Ostern 2025 spürbar wären. Die Länder hätten den größten Anteil an den steigenden Kosten zu schultern, während Bund und Kommunen kleinere Beiträge leisten müssten. Verbesserungen bei der Rentenfinanzierung gäbe es nur, wenn die öffentlichen Haushalte mehr Geld bereitstellen.