Ex-Bahnchef Grube löst mit Gleis-Foto Empörung unter Eisenbahnern aus
Sophia KellerEx-Bahnchef Grube löst mit Gleis-Foto Empörung unter Eisenbahnern aus
Ein Pressebild des ehemaligen Deutsche-Bahn-Chefs Rüdiger Grube, das ihn in einem gesperrten Gleisbereich zeigt, hat unter Eisenbahnern breite Empörung ausgelöst. Die im Juni 2014 aufgenommene Aufnahme sollte eigentlich die Begutachtung von Sturmschäden in der Nähe von Ratingen dokumentieren – stattdessen warf sie Fragen zur Einhaltung von Sicherheitsvorschriften auf.
Das Foto tauchte kürzlich in sozialen Medien auf und löste scharfe Kritik aus. Mitarbeiter warfen Grube vor, sein Aufenthalt auf den Gleisen sende ein falsches Signal – besonders, da die Deutsche Bahn und die Bundespolizei wiederholt vor den Gefahren unberechtigten Betretens warnen. Solches Verhalten kann den Zugbetrieb stören und zu Verspätungen oder Ausfällen führen, was sowohl Fahrgäste als auch Personal belastet.
Das Unternehmen hat das Problem eingeräumt und angekündigt, den Vorfall nutzen zu wollen, um die Sicherheitsschulungen für Mitarbeiter der Pressestelle zu verstärken. Dies geschieht vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über leichtsinniges Verhalten auf Bahnanlagen, darunter Berichte über Kinder und Jugendliche, die für Selfies ihr Leben riskieren.
Die Deutsche Bahn nimmt die Angelegenheit ernst. Das Foto unterstreicht die Notwendigkeit, Sicherheitsregeln strikt einzuhalten – insbesondere in hochriskanten Bereichen. Intern will das Unternehmen den Vorfall aufarbeiten, um ähnliche Situationen künftig zu vermeiden.
