15 February 2026, 18:26

Europas größtes Wind- und Solar-Speicherprojekt entsteht auf ehemaligem Zechengelände

Eine alte Postkarte zeigt das Battery Park Hotel in Asheville, North Carolina, ein großes Gebäude mit einer Fahne oben drauf, umgeben von Bäumen, Pflanzen und Gras, mit einem Weg im Vordergrund und Text unten.

Europas größtes Wind- und Solar-Speicherprojekt entsteht auf ehemaligem Zechengelände

Eines der größten Solar- und Windkraftwerke mit Speicherprojekte Europas entsteht auf ehemaligem Bergbaugelände in Ibbenbüren

In Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen) soll ein gigantischer Stromspeicher das ehemalige Bergbaugebiet in ein Zentrum der Energiewende verwandeln. Das derzeit in der Planung befindliche Projekt wird mit einer Kapazität von 1,9 Gigawattstunden (GWh) das größte seiner Art in der Region – genug, um nach Fertigstellung fast 500.000 Haushalte einen ganzen Tag mit Strom zu versorgen.

Die Anlage wird eine Fläche von etwa sieben Fußballfeldern umfassen. Ihre strategische Lage in der Nähe einer geplanten Umspannstation des Netzbetreibers Amprion ermöglicht eine effiziente Einspeisung des gespeicherten Stroms ins Netz. Der Batteriespeicher soll überschüssige Energie aus Solar- und Windkraft aufnehmen und im Schnitt zweimal täglich be- und entladen werden, um so die Stabilität des regionalen Stromnetzes zu stärken.

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Mit den Bauarbeiten soll Anfang 2027 begonnen werden, sobald das Gelände vollständig aus der bergrechtlichen Überwachung entlassen ist. Derzeit bereitet die Gesellschaft für Fernwärme und Großbatteriespeicher (GFGBA) den Bauantrag vor; langfristig ist eine schrittweise Erweiterung der Anlage vorgesehen.

Das Vorhaben ist Teil eines bundesweiten Trends: Allein in Deutschland befinden sich derzeit mindestens 17 Großprojekte für Batteriespeicher in Entwicklung. Dazu zählen acht Projekte von Terralayr im Netzgebiet von Tennet, vier Speicher von Voltfang, deren Bau 2026 starten soll, sowie weitere Initiativen von SEAC/Sunotec und den Stadtwerken Villingen-Schwenningen. Gemeinsam unterstreichen sie den wachsenden Bedarf an Speicherlösungen für die Integration erneuerbarer Energien ins Stromnetz.

Der Batteriespeicher in Ibbenbüren markiert einen wichtigen Schritt bei der Nachnutzung ehemaliger Industrieflächen für die Energiewende. Durch die Speicherung und bedarfsgerechte Verteilung von Ökostrom trägt er direkt zur Netzstabilität bei – und fügt sich nahtlos in die bundesweiten Bestrebungen ein, großtechnische Energiespeicher auszubauen.