Europa übertrifft SAF-Ziele 2025 – doch Kosten und Versorgung bleiben umstritten
Lotta WagnerEuropa übertrifft SAF-Ziele 2025 – doch Kosten und Versorgung bleiben umstritten
Europas Vorstoß für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) gewinnt an Fahrt – neue Daten zeigen rasche Fortschritte. Der Kontinent hat sein Ziel von 2 % SAF-Anteil im Kerosin für 2025 bereits erreicht, ein deutlicher Anstieg gegenüber nur 0,6 % im Vorjahr. Dennoch gibt es weiterhin Debatten über Kosten und Versorgungssicherheit, während in den kommenden Jahren strengere Vorgaben in Kraft treten.
Die Europäische Kommission hat klargestellt, dass sie am eSAF-Mandat trotz Forderungen aus der Industrie festhalten wird. Die Airline-Vereinigung Airlines for Europe (A4E) hatte kürzlich die Regulierungsbehörden aufgefordert, die Anforderungen zu lockern, und verwies dabei auf hohe Kosten und begrenzte Verfügbarkeit. Beamte betonen jedoch, dass die Vorschriften unverändert bleiben.
Laut den aktuellen EU-Vorgaben müssen bis 2025 mindestens 2 % des Treibstoffs an Regionalflughäfen aus nachhaltigen Quellen stammen, bis 2030 steigt dieser Anteil auf 6 %. Für synthetische Kraftstoffe (eSAF) gilt ein separates Ziel: Bis 2030 müssen sie 1,2 % des Gesamtkraftstoffs ausmachen, bis 2035 dann 5 %. Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), bestätigte, dass Europa auf Kurs liege, das 2025er-Ziel zu erreichen oder sogar zu übertreffen.
Die globale Nachfrage nach eSAF ist stark gestiegen, maßgeblich getrieben durch die EU-Vorgaben. Produktion und Importe werden ausgebaut, wobei die Region Baden-Württemberg in Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Infrastrukturentwicklung einnimmt. Ein hochrangiger EU-Beamter merkte an, dass die 2 %-Marke für 2025 wahrscheinlich bereits überschritten sei. Nun gelte es, SAF bezahlbarer und breiter verfügbar zu machen.
Die EU bleibt bei ihren SAF-Zielen unnachgiebig, auch wenn Airlines Anpassungen fordern. Da der Anteil 2024 bereits bei 2 % liegt, rückt nun die Skalierung der Produktion und die Senkung der Kosten in den Fokus. Die nächsten Meilensteine – 1,2 % eSAF bis 2030 und 5 % bis 2035 – werden zeigen, ob das Angebot mit der Nachfrage Schritt halten kann.






