30 June 2026, 06:12

EU-Projekt HyInHeat erforscht Wasserstoff für klimaneutrale Stahl- und Aluminiumproduktion

Wie Wasserstoff die Verbrennung sauberer machen kann - Universität Aachen

EU-Projekt HyInHeat erforscht Wasserstoff für klimaneutrale Stahl- und Aluminiumproduktion

Ein großes, von der EU finanziertes Forschungsprojekt soll die Nutzung von Wasserstoff in Hochtemperatur-Industrieprozessen untersuchen. Die Initiative mit dem Namen HyInHeat konzentriert sich dabei auf die Aluminium- und Stahlproduktion. Ziel ist es, Emissionen zu reduzieren, ohne den Energieverbrauch oder die Produktqualität zu beeinträchtigen.

Im Rahmen des HyInHeat-Projekts wird Wasserstoff als Brennstoff für Schmelz-, Erwärmungs- und Wärmebehandlungsprozesse getestet. Zudem sollen Industrieöfen und Komponenten neu konstruiert werden, um die Verbrennungseffizienz von Wasserstoff zu steigern. Darüber hinaus erforscht das Team sauerstoffangereicherte Verbrennung sowie Wasserstoff-Sauerstoff-Verbrennung als sauberere Alternativen zu herkömmlichen Methoden.

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An dem Projekt sind 30 Partner aus 12 Ländern beteiligt; es läuft bis Ende 2026. Federführend ist das Lehrstuhl für Industrieofenbau und Wärmetechnik der RWTH Aachen. Die EU stellt für die Arbeiten 17,7 Millionen Euro bereit.

Neben Verbrennungstests wird das Projekt analysieren, wie sich der Einsatz von Wasserstoff auf Materialströme und Lebenszyklen auswirkt. Das Ziel besteht darin, CO₂- und Stickoxidemissionen zu senken, ohne Kompromisse bei der Energieeffizienz oder den Produktstandards einzugehen.

Die Ergebnisse des Projekts sollen Aufschluss über die Rolle von Wasserstoff in der Schwerindustrie geben. Die Erkenntnisse könnten Aluminium- und Stahlherstellern helfen, sauberere und effizientere Prozesse einzuführen. Die Resultate werden für Ende 2026 erwartet.

Quelle