Essen und Mülheim: Kriminalitätsentwicklung zeigt gegensätzliche Trends bis 2025
Ella KrausEssen und Mülheim: Kriminalitätsentwicklung zeigt gegensätzliche Trends bis 2025
Die Kriminalitätsraten in Essen und Mülheim an der Ruhr haben sich in den vergangenen drei Jahren in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Während Mülheim einen stetigen Rückgang der Straftaten verzeichnete, stieg in Essen die Gesamtzahl der Delikte leicht an. Dennoch meldeten beide Städte Fortschritte in zentralen Bereichen, darunter die Reduzierung von Gewalt- und Diebstahlskriminalität im Jahr 2025.
In Mülheim an der Ruhr ging die Kriminalität insgesamt zwischen 2023 und 2025 um 12 Prozent zurück. Laut Polizeistatistiken sank die Zahl der Fälle von 18.500 auf 16.300. Gewaltstraftaten nahmen um 8 Prozent ab, während Diebstahlsdelikte sogar um 15 Prozent zurückgingen. Die Behörden führten den Rückgang auf gezielte Polizeiarbeit und eine bessere Abstimmung mit lokalen Behörden zurück.
Essen verzeichnete hingegen im gleichen Zeitraum einen Anstieg der Gesamtkriminalität um 5 Prozent – von 62.000 auf 65.100 Fälle. Gewaltstraftaten stiegen um 3 Prozent, doch Diebstahlsdelikte gingen um 2 Prozent zurück. Trotz des allgemeinen Anstiegs gab es in einigen Bereichen Verbesserungen: Ladendiebstahl, drogenbezogene Kriminalität und Straßenraub nahmen 2025 ab. Zudem halbierten sich Fahrraddiebstähle seit 2023, was auf eine spezielle Polizeieinheit zurückzuführen ist.
Einwerbungsdiebstähle bleiben ein Schwerpunkt in Essen, wobei im vergangenen Jahr fast die Hälfte aller Versuche vereitelt werden konnte. Die Stadt verzeichnete zudem weniger junge Tatverdächtige und eine höhere Aufklärungsquote bei angezeigten Straftaten. Oberbürgermeister Thomas Kufen betonte die Bedeutung der kontinuierlichen Polizeiarbeit und der Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden für diese Entwicklungen.
Die aktuellen Zahlen zeigen gemischte Trends in beiden Städten. Während Mülheim einen Rückgang der Kriminalität verzeichnet, stieg diese in Essen leicht an – doch in beiden Städten gab es in spezifischen Kategorien Fortschritte. Polizeiliche Maßnahmen, spezialisierte Einheiten und die Zusammenarbeit zwischen Behörden scheinen 2025 zu den positiven Veränderungen beigetragen zu haben.






