Essen diskutiert Olympia-Bewerbung – jetzt auch auf Bierdeckeln
Essen startet neue Diskussion über mögliche Olympia-Bewerbung – mit Bierdeckeln
Essen hat eine ungewöhnliche Methode eingeführt, um Bürgerinnen und Bürger in die Debatte über eine mögliche Bewerbung der Stadt für die Olympischen Spiele einzubinden: das Projekt Pottdeckel (oder Ruhr-Coaster). Dabei kommen bedruckte Bierdeckel in lokalen Kneipen und Restaurants zum Einsatz, um Gespräche anzuregen. Rund 50 Gaststätten beteiligen sich – jeder Deckel trägt Fragen zur Austragung der Spiele 2036, 2040 oder 2044 in der Rhein-Ruhr-Region.
Ziel von Pottdeckel ist es, die Olympia-Diskussion in den Alltag der Menschen zu tragen. Bürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Aktion als "lockere, niedrigschwellige Möglichkeit", sich auszutauschen. Anders als bei Online-Umfragen erreicht das Format die Bürger dort, wo sie ohnehin zusammenkommen – beim gemeinsamen Essen oder in geselliger Runde.
Jeder Bierdeckel enthält zwei QR-Codes: Einer verweist auf Informationen zur Rhein-Ruhr-Bewerbung, der andere führt zu einer Plattform, auf der Meinungen abgegeben werden können. Eine Registrierung ist nicht nötig, die Antworten bleiben anonym.
Die Kampagne ist Teil einer größeren Strategie, die Bevölkerung in die Olympia-Pläne einzubinden. Das Essener Portal unsere Stadt entwickelte das Format, das später auch auf andere lokale Themen ausgeweitet werden könnte. Die Initiative ergänzt digitale Beteiligungsformate um eine bürgernahe, persönliche Komponente.
In Deutschland wächst das Interesse, zukünftige Spiele auszurichten. München, Hamburg, Berlin und die Rhein-Ruhr-Region (einschließlich Köln) prüfen Bewerbungen für 2036, 2040 oder 2044. Pottdeckel hält die Diskussion auf einfache, praxisnahe Weise am Laufen.
In den kommenden Wochen werden die Bierdeckel in Essener Kneipen und Restaurants verteilt. Wer mehr erfahren oder seine Meinung teilen möchte, kann die QR-Codes scannen. Aktuelle Infos zum Projekt gibt es unter www.unserestadt/pottdeckel.






