EEG-Förderung in Gefahr: Warum kleine Solaranlagen plötzlich unrentabel werden könnten
Clara KrausEEG-Förderung in Gefahr: Warum kleine Solaranlagen plötzlich unrentabel werden könnten
Eine neue Studie warnt, dass kleine Solaranlagen auf Wohngebäuden unrentabel werden könnten, falls die Regierung eine wichtige Förderung streichen sollte. Forscher des IW Köln haben die Auswirkungen eines Wegfalls der EEG-Einspeisevergütung für Anlagen unter 30 Kilowatt Peak (kWp) analysiert. Ihre Ergebnisse wurden diese Woche in Zeitungen der Funke-Mediengruppe veröffentlicht.
Die von Andreas Fischer und Ralph Henger durchgeführte Untersuchung ist Teil des Kopernikus-Projekts Ariadne, das vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geleitet wird. Sie untersuchte die Wirtschaftlichkeit von Dach-Solaranlagen auf Mehrfamilienhäusern mit weniger als zehn Wohneinheiten. Laut Daten der Bundesnetzagentur gab es 2022 rund 1,2 Millionen solcher Anlagen, 2023 stieg die Zahl auf etwa 1,5 Millionen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat vorgeschlagen, die EEG-Einspeisevergütung für diese Kleinstanlagen abzuschaffen. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass ohne diese Unterstützung viele Projekte nicht mehr kostendeckend arbeiten könnten. Ihre Analyse deutet darauf hin, dass die geplante Änderung künftige Installationen auf Wohngebäuden hemmen könnte.
Von der Streichung der Förderung wären direkt über eine Million bestehende kleine Solaranlagen betroffen. Hauseigentümer und Wohnungsbaugenossenschaften könnten geplante Projekte überdenken, wenn sich die Rentabilität verschlechtert. Die Studienergebnisse unterstreichen die mögliche Verlangsamung des dezentralen Solarenergieausbaus in ganz Deutschland.






