Dürrs radikaler Plan: Deutschtest für alle Vierjährigen vor der Schulzeit
Sophia KellerDürrs radikaler Plan: Deutschtest für alle Vierjährigen vor der Schulzeit
FDP-Chef Christian Dürr fordert bundesweite Deutschtests für alle Vierjährigen. Sein Vorschlag sieht vor, dass Kinder die Sprachprüfung zwei Jahre vor Schulbeginn in den Bundesländern Deutschland bestehen müssen. Dürr begründet dies mit dem wachsenden Problem, dass immer mehr Schüler mit unzureichenden Deutschkenntnissen in die Grundschule kommen.
Laut Dürrs Plan dürften nur Kinder, die den Test bestehen, die Schule besuchen. Wer durchfällt, würde vor einer zweiten Überprüfung verpflichtende Sprachförderung erhalten. Er betont, dass die meisten Vierjährigen bereits über ausreichende Deutschkenntnisse verfügten, um die Anforderungen zu erfüllen.
Dürr übt scharfe Kritik an dem jüngsten Vorstoß Nordrhein-Westfalens, Schulaufgaben in den Herkunftssprachen der Schüler zuzulassen. Er warnt, dass mangelnde Deutschkenntnisse die Bundesländer zwingen, Lehrpläne zu vereinfachen – und verweist auf Niedersachsens Entscheidung, die schriftliche Division abzuschaffen. Ohne frühzeitige Förderung, so Dürr, könnte die gesamte Schullaufbahn der Kinder beeinträchtigt werden.
Bis Anfang 2026 haben die meisten Bundesländer Sprachstandstests für Vierjährige vor der Einschulung eingeführt. Einige Länder verfügen jedoch noch immer nicht über verbindliche, flächendeckende Testprogramme. Dürrs Initiative zielt darauf ab, ein einheitliches System in allen Bundesländern zu schaffen.
Der FDP-Vorsitzende will Deutschkenntnisse zur Voraussetzung für die Schulaufnahme machen. Kinder mit Sprachdefiziten sollten gezielt gefördert werden, bevor sie erneut geprüft werden. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte er die Standards der frühen Bildung bundesweit neu prägen.






