11 March 2026, 22:29

Duisburgs Gasverbrauch 2025: Warum Frosttage kaum Wirkung zeigten

Eine Liniengraphik, die den U.S.-Energieverbrauch von Erdgas, Kohle, Kernenergie und Biomasse zeigt, mit begleitendem Text.

Duisburgs Gasverbrauch 2025: Warum Frosttage kaum Wirkung zeigten

Gasverbrauch in Duisburg blieb 2025 nahezu unverändert

Trotz sich wandelnder Wetterbedingungen und langfristig rückläufiger Trends blieb der Gasverbrauch in Duisburg im Jahr 2025 nahezu stabil. Die Stadt verzeichnete einen Verbrauch von rund 1,89 Terawattstunden (TWh) – und das, obwohl die Temperaturen stiegen und die Anzahl der Frosttage im Vergleich zum Vorjahr auf mehr als das Doppelte anwuchs. Diese Zahlen stammen von Netze Duisburg, das ein 1.760 Kilometer langes Netz betreibt und über 70.000 Messstellen in der Region versorgt.

Die privaten Haushalte in Duisburg verbrauchten 2025 etwas mehr Gas als im Vorjahr. Die Nachfrage stieg um 5,8 Millionen Kilowattstunden (kWh) – ein moderater Anstieg, der auf kältere Phasen zurückzuführen ist. Die Stadt zählte 2025 insgesamt 45 Frosttage, nach nur 18 im Jahr 2024.

Allerdings dämpften die insgesamt milderen Temperaturen vermutlich einen stärkeren Anstieg des Verbrauchs. In der benachbarten Stadt Düsseldorf, die oft als regionaler Vergleichsmaßstab dient, lag die Durchschnittstemperatur 2025 bei 10,1 °C – das sind 1,9 °C mehr als im Mittel der Jahre 1961 bis 1990 und 0,8 °C über dem Vergleichswert von 1991. Dies deutet auf einen breiten Erwärmungstrend hin.

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Deutlich stärker sank der Gasverbrauch bei Unternehmen und Industrie. Gewerbliche und industrielle Kunden im Netz von Netze Duisburg verbrauchten 2025 rund 13,4 Millionen kWh weniger als im Vorjahr. Diese Einsparungen glichen den leichten Anstieg bei den Privathaushalten weitgehend aus.

Langfristig betrachtet ist der Gasverbrauch der Haushalte jedoch deutlich zurückgegangen. Seit 2021 haben die Duisburger Haushalte etwa 468 Millionen kWh weniger Gas verbraucht. Der Großteil der Nachfrage entfällt nach wie vor auf die Heizperiode, die vom 1. Oktober bis zum 30. April dauert.

Die insgesamt stabile Verbrauchsentwicklung im Jahr 2025 spiegelt gegenläufige Trends wider: Kälteeinbrüche im Winter trieben die Nachfrage der Haushalte in die Höhe, während mildere Durchschnittstemperaturen und der rückläufige Industrieverbrauch den Gesamtverbrauch ausglichen. Da der Gasverbrauch weiterhin stark von der Wärmenachfrage abhängt, wird die künftige Entwicklung maßgeblich davon abhängen, wie sich die Wetterbedingungen in den kommenden Jahren gestalten.

Quelle