03 February 2026, 04:21

Dortmunds neuer OB Kalouti setzt auf Sicherheit und Bildung – ohne die AfD

Ein Plakat mit der Aufschrift "Präsident Bidens Strategie zur Prävention von Waffengewalt" vor einer Stadtkulisse mit Gebäuden und Bäumen.

Dortmunder OB Kalouti: Bildung hat zentrale Bedeutung - Dortmunds neuer OB Kalouti setzt auf Sicherheit und Bildung – ohne die AfD

Alexander Kalouti hat fast 100 Tage als Dortmunder Oberbürgermeister im Amt – ein historischer Wechsel für die Stadt. Er ist der erste Politiker der Christlich Demokratischen Union (CDU), der das Amt seit fast acht Jahrzehnten innehat. In seinen ersten Wochen konzentrierte er sich auf Sicherheit, Bildung und wirtschaftliche Entwicklung in einer Stadt, die von Migration und Vielfalt geprägt ist.

Bei der jüngsten Kommunalwahl am 14. September 2025 ergab sich ein zersplittertes Bild: Die SPD sicherte sich 26 Sitze, die CDU 23 (zuzüglich des Oberbürgermeisterpostens), während das Bündnis aus Grünen und Volt sowie die AfD jeweils 18 Mandate erhielten. Kleinere Parteien wie Die Linke und die Tierschutzpartei zogen mit den verbleibenden Sitzen in den Rat ein.

Kalouti hat deutlich gemacht, dass er trotz des starken Abschneidens der AfD bei der Wahl nicht mit der rechtspopulistischen Partei zusammenarbeiten wird. Stattdessen setzt er auf Kooperationen mit anderen Kräften bei zentralen Themen. Sicherheit und Bildung stehen ganz oben auf seiner Agenda – mit der Überzeugung, dass Chancen für alle offenstehen müssen, unabhängig von Herkunft oder Glaubenszugehörigkeit.

Um die Sicherheitsbedenken anzugehen, startete er eine einwöchige Pilotaktion mit verstärkter Polizei- und Ordnungspräsenz. Die Maßnahme stieß bei Anwohnern und lokalen Unternehmen auf positive Resonanz. Im Bildungsbereich plant er trotz knapper Haushaltsmittel große Investitionen in frühkindliche Förderung und Schulen. Besonders wichtig seien ihm Sprachkompetenzen von klein auf in einer multikulturellen Stadt wie Dortmund.

Wirtschaftlich will Kalouti Unternehmer anziehen und die Position der Stadt stärken. Zwar lobte er Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen direkte Herangehensweise an Herausforderungen, kritisierte aber versäumte Gelegenheiten für eine ehrliche Debatte über städtische Themen. Sein Ansatz verbindet pragmatisches Handeln mit einer langfristigen Vision für Dortmunds Zukunft.

Kaloutis erste Amtsmonate haben eine klare Richtung vorgegeben: Sicherheit, Bildung und wirtschaftliche Förderung stehen im Mittelpunkt, während eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausgeschlossen wird. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich seine Pläne in einem Stadtrat ohne absolute Mehrheit einer Partei umsetzen lassen.