Dortmunds dunkles Kapitel: Missbrauchsfall aus den 90ern wird neu aufgerollt
Clara KrausDortmunds dunkles Kapitel: Missbrauchsfall aus den 90ern wird neu aufgerollt
Borussia Dortmund erwartet bis Ende des Jahres den Abschlussbericht zu einem historischen Missbrauchsfall. Der Verein erhielt erstmals 2010 Hinweise auf Vorwürfe, konnte diese damals jedoch nicht verifizieren. Eine unabhängige Untersuchung wurde daraufhin im November 2025 in Auftrag gegeben, um die Vorfälle umfassend zu prüfen.
Die mutmaßlichen Straftaten sollen zwischen den frühen 1990er- und frühen 2000er-Jahren stattgefunden haben. Die Staatsanwaltschaft Hagen ermittelt mittlerweile in der Sache; 23 potenzielle Opfer wurden bisher identifiziert. Die Ermittler durchsuchten bereits die Wohnung des Beschuldigten und beschlagnahmten elektronische Geräte sowie Datenträger als Beweismaterial.
2023 leitete der Verein erste Konsequenzen ein: Der Beschuldigte verlor seine Anstellung, zudem wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft entzogen. Ausschlaggebend waren neue Erkenntnisse, die den Club zum Handeln veranlassten.
Ziel der unabhängigen Untersuchung ist es, das volle Ausmaß der Missbrauchsvorwürfe aufzuklären. Borussia Dortmund wird den Abschlussbericht noch vor Jahresende erhalten. Die Behörden ermitteln weiterhin aktiv in dem Fall.
