Dortmunds 2:0 gegen Atalanta: Transferstreit um Inácio überschattet Champions-League-Erfolg
Lotta WagnerDortmunds 2:0 gegen Atalanta: Transferstreit um Inácio überschattet Champions-League-Erfolg
Borussia Dortmund siegt mit 2:0 gegen Atalanta Bergamo im Champions-League-Playoff-Hinspiel – doch der Streit um einen Transfer überschatten den Abend
Borussia Dortmund setzte sich im ersten Spiel der Champions-League-Playoffs mit 2:0 gegen Atalanta Bergamo durch. Doch das Spiel wurde von einem erbitterten Konflikt zwischen den beiden Vereinen überschattet. Die Führung von Atalanta wirft Dortmund vor, gegen FIFA-Regeln verstoßen zu haben – und zwar beim Transfer des Jungtalents Samuele Inácio.
Die Spannungen begannen bereits vor Anpfiff, als Atalanta den üblichen Mittagsempfang der Klubvertreter vor dem Spiel boykottierte. Vereinspräsident Antonio Percassi kritisierte öffentlich die Art und Weise, wie Dortmund den Wechsel Inácios abgewickelt habe, und nannte das Vorgehen respektlos. Der italienische Klub warf den Deutschen vor, den 17-Jährigen "gestohlen" zu haben – konkret aus der Jugendakademie Atalantas. Welche FIFA-Regeln genau verletzt worden sein sollen, blieb jedoch unklar.
Dass Inácio für Dortmund sogar im Kader gegen seinen Ex-Verein stand, heizte die Debatte weiter an. Percassi beharrte darauf, der Transfer sei außerhalb des regulären Transferfensters durchgepeitscht worden, ohne jedoch zu erklären, wie die Vorschriften umgangen worden sein sollen. Der Streit trübte den klaren Auftritt der Dortmunder auf dem Platz, die mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in das Rückspiel gehen.
Trotz der außergewöhnlichen Querelen blieb die Mannschaft von Borussia Dortmund konzentriert. Der Sieg verschafft ihr nun eine komfortable Ausgangsposition vor dem entscheidenden Rückspiel in Italien.
Die Nachwehen des Inácio-Transfers dürften indes anhalten: Atalanta fordert von Dortmund und der FIFA Aufklärung. Die Dortmunder ihrerseits können mit Selbstvertrauen aus dem Hinspielserfolg in die zweite Partie gehen. Wie sich der Konflikt langfristig auf die Beziehungen zwischen den beiden Klubs auswirken wird, bleibt vorerst offen.






