Dortmunder Arbeitsagentur enthüllt dramatische Zahlen zu Schwarzarbeit im Jahr 2025
Sophia KellerDortmunder Arbeitsagentur enthüllt dramatische Zahlen zu Schwarzarbeit im Jahr 2025
Dortmunder Arbeitsagentur veröffentlicht Bericht 2025 zu Schwarzarbeit – Fokus auf Hochrisikobranchen
Die Dortmunder Arbeitsagentur hat ihren Bericht für das Jahr 2025 zu nicht angemeldeter Arbeit vorgelegt und zeigt darin eine konsequente Ausrichtung auf Branchen mit besonders hohem Risiko. Die Finanzielle Taskforce gegen Schwarzarbeit führte im gesamten Regierungsbezirk tausende Kontrollen durch und deckte dabei erhebliche Verstöße auf. Die Maßnahmen führten zu Millionenstrafen und zahlreichen juristischen Verfahren gegen Arbeitgeber und Beschäftigte, die gegen Arbeitsgesetze verstoßen hatten.
Die Taskforce ist an vier Standorten in Dortmund, Gelsenkirchen, Hagen und Siegen aktiv. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst fünf Kreise und acht kreisfreie Städte – insgesamt 68 Kommunen mit zusammen über 3,8 Millionen Einwohnern. Im Jahr 2025 konzentrierten sich die Ermittler gezielt auf Sektoren, in denen illegale Beschäftigung besonders verbreitet ist: das Baugewerbe, die Gastronomie und den Gütertransport.
Im Laufe des Jahres führte das Team 1.026 Betriebsprüfungen bei Arbeitgebern sowie 13.330 Einzelkontrollen bei Beschäftigten durch. Die Inspektionen förderten flächendeckend nicht angemeldete Arbeitsverhältnisse zutage, was zu Bußgeldern und Säumniszuschlägen in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro führte. Der geschätzte finanzielle Schaden durch hinterzogene Steuern und Sozialabgaben belief sich auf fast 22 Millionen Euro.
Viele der Ermittlungen zogen rechtliche Konsequenzen nach sich: Die Behörden leiteten 4.289 Strafverfahren und 1.652 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Der Bericht unterstreicht damit das Ausmaß der Schwarzarbeit in der Region sowie den entschlossenen Einsatz der Arbeitsagentur gegen diese Praxis.
Die Ergebnisse für 2025 belegen die aktive Rolle der Einheit im Kampf gegen illegale Beschäftigung. Mit tausenden Kontrollen und Millionen an zurückgewonnenen Geldern hat ihre Arbeit messbare Wirkung gezeigt. Die hohe Zahl an eingeleiteten Verfahren macht zudem deutlich, dass die Behörden weiterhin konsequent gegen Verstöße vorgehen – sei es seitens der Arbeitgeber oder der Beschäftigten.






