04 March 2026, 14:43

Dorothee Daun bleibt Vorsitzende von Solingens Behindertenrechtsgruppe SelbstAktiv

Eine Gruppe von Menschen im Rollstuhl mit Schildern an der Straße, im Hintergrund Gebäude und ein Laternenmast auf der rechten Seite, in Schwarz-Weiß.

Dorothee Daun bleibt Vorsitzende von Solingens Behindertenrechtsgruppe SelbstAktiv

Solingens Behindertenrechtsgruppe SelbstAktiv wählt Dorothee Daun erneut zur Vorsitzenden

Die Solinger Behindertenrechtsorganisation SelbstAktiv hat Dorothee Daun als ihre Vorsitzende wiedergewählt. Zudem wurden mit Oliver Backhaus und Yesim Özem zwei neue stellvertretende Vorsitzende berufen. Die Wahl erfolgte während einer kürzlichen Versammlung, in der Inklusionspolitik und lokale Herausforderungen ausführlich diskutiert wurden.

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Dorothee Daun ist seit langem eine prägende Figur in Solingens sozialem und politischem Leben. Über 30 Jahre saß sie im Stadtrat, bevor sie sich verstärkt für regionale Inklusion und Chancengleichheit einsetzte. Aktuell leitet sie sowohl Autismus Rhein-Wupper als auch den Paritätischen Wohlfahrtsverband Solingen. Auf der Versammlung kritisierte sie anhaltende Mängel in der Behindertenhilfe, insbesondere die chronische Unterfinanzierung und unklare Zuständigkeitsverteilungen zwischen kommunalen, regionalen und Landesbehörden.

Oliver Backhaus, Medienökonom und Vorsitzender des Vereins Barrierefreier Zugang, nutzt seit einem Unfall im Jahr 1985 einen Rollstuhl. Er betonte, dass SelbstAktiv die Anliegen von Menschen mit Behinderungen konsequent vertreten müsse. Als stellvertretender Vorsitzender wird er sich vor allem auf die Stärkung der Interessenvertretung konzentrieren.

Die zweite stellvertretende Vorsitzende, Yesim Özem, arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und engagiert sich ehrenamtlich in deren Beirat. Zudem vertritt sie die SPD im Solinger Beirat für Menschen mit Behinderung. Özem regte an, Inklusion im kulturellen Leben der Stadt sichtbarer zu machen – etwa durch einen inklusiven Karneval.

Gastredner Josef Neumann thematisierte die allgemeine Inklusionslage in Nordrhein-Westfalen. Er verwies auf eine Kampagne der Lebenshilfe NRW gegen geplante Kürzungen bei Integrationshelfern, die die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen in der gesamten Region beeinträchtigen könnten.

Die neue Führung von SelbstAktiv wird sich für eine stärkere Inklusionspolitik in Solingen einsetzen. Daun, Backhaus und Özem bringen jahrzehntelange Erfahrung in Advocacy-Arbeit, Sozialwesen und kommunaler Politik mit. Zu ihren Schwerpunkten zählen die Schließung von Finanzierungslücken, die Verbesserung der kulturellen Barrierefreiheit sowie eine klarere Verantwortungszuweisung in den Unterstützungsstrukturen für Menschen mit Behinderung.