14 February 2026, 02:41

Dinslaken gedenkt 2026 der Opfer rechtsextremer Gewalt mit bewegender Zeremonie

Ein Denkmal mit der Inschrift 'Rassistenhymne', umgeben von Bäumen unter einem klaren Himmel.

Dinslaken gedenkt 2026 der Opfer rechtsextremer Gewalt mit bewegender Zeremonie

Dinslaken gedenkt am 19. Februar 2026 der Opfer rechtsextremer Gewalt

Am 19. Februar 2026 findet in Dinslaken eine Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremer Gewalt statt. Die Feierlichkeit beginnt um 15:00 Uhr am Mahnmal "10+1 Bäume" im Grünzug Rabenkamp und erinnert an die Ermordeten der NSU-Anschlagsserie sowie des rassistischen Attentats von Hanau. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, teilzunehmen und ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Die Veranstaltung dauert von 15:00 bis 16:00 Uhr und umfasst ein interreligiöses Gebet, das von Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften geleitet wird. Zudem wirken Schülerinnen und Schüler der Ernst-Barlach-Gesamtschule an der Gedenkfeier mit.

Das Mahnmal "10+1 Bäume" ehrt die zehn Menschen, die zwischen 2000 und 2007 vom "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) ermordet wurden – neun von ihnen mit Migrationshintergrund, das zehnte Opfer war ein Polizist. Gleichzeitig gedachten die Initiatoren mit diesem Ort aller Opfer rassistischer Gewalt in Deutschland, darunter auch den Getöteten des Hanau-Anschlags von 2020.

Bürgermeister Simon Panke betont die Bedeutung von Zusammenhalt gegen Hass, Ausgrenzung und Rechtsextremismus. Die Veranstaltung unterstreicht das Bekenntnis der Stadt zu friedlichem Miteinander und zur Achtung von Vielfalt.

Das Mahnmal sendet ein klares Signal gegen Diskriminierung und Rassismus. Indem Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler sowie religiöse Würdenträger zusammenkommen, bekräftigt Dinslaken seinen Einsatz für Toleranz und Erinnerung. Den Abschluss der Feier bildet ein gemeinsamer Appell zur Solidarität angesichts von Gewalt.