Defektes Panikschloss blockiert Sporthalle in Köln-Poll seit Wochen
Sophia KellerDefektes Panikschloss blockiert Sporthalle in Köln-Poll seit Wochen
Mitglieder des Kölner Turnvereins Poll 1904 leiden seit Wochen unter Einschränkungen, nachdem ein defekter Türverschluss den Zugang zu ihrer Trainingsstätte blockierte. Der Auslöser ist ein kaputtes Panikschloss an der Sporthalle der GGS Poller Hauptstraße, wodurch rund 300 Sportler:innen seit über drei Wochen nicht mehr in der Halle trainieren können.
Das Problem begann, als die Notausgangsverriegelung der Tür versagte und der Verein die Halle aus Sicherheitsgründen nicht mehr nutzen durfte. Wie die Vorsitzende Ute Ahn erklärt, kam eine offene Tür während des Trainings wegen der damit verbundenen Sicherheitsrisiken nicht infrage.
Die Stadt Köln reagierte mit einer provisorischen Lösung und brachte ein vorübergehendes Schloss an, das zumindest grundlegenden Zugang ermöglicht. Der Vorstand des Vereins kritisierte diese Maßnahme jedoch als unzureichend, da sie im Notfall keine schnelle Evakuierung gewährleiste. Ein dauerhaftes Ersatzteil wurde zwar bestellt, doch Lieferengpässe verzögerten die Reparatur.
Mittlerweile laufen die Arbeiten: Das neue Panikschloss soll noch in dieser Woche eintreffen. Die Stadt bestätigte, es umgehend einzubauen. Die Halle, die auch von anderen örtlichen Vereinen wie SC Fortuna Köln sowie Schulklassen genutzt wird, dient dem Turnverein seit über 50 Jahren als Trainingsstätte.
Von den Einschränkungen betroffen sind nicht nur die Mitglieder von Köln-Poll 1904, sondern auch weitere Nutzer:innen der Anlage. Die Übergangslösung ermöglicht zwar eine eingeschränkte Nutzung, doch der Verein bleibt besorgt über die Sicherheitsmängel. Sobald das neue Notausgangssystem installiert ist, sollten die Trainingsbetriebe wieder vollumfänglich aufgenommen werden können. Mit der zügigen Reparatur will die Stadt den Normalbetrieb für alle Gruppen, die auf die Sporthalle angewiesen sind, schnellstmöglich wiederherstellen.






