Das Ende der Frankfurter Rundschau: Tradition stirbt im April 2026
Die Frankfurter Rundschau, eine traditionsreiche Regionalzeitung aus Köln, wird bis April 2026 eingestellt. Die Entscheidung folgt einem Umstrukturierungsplan, der etwa 30 feste Arbeitsplätze streicht. Journalistengewerkschaften kritisieren seitdem scharf die Verlage hinter dem Schritt, DuMont und Heinen Verlag.
Die Zeitung, bekannt für ihre Berichterstattung über lokale Politik, Kultur und das Alltagsleben in Köln und dem Rheinland, war über Jahre eine feste Größe in der Region. Die Schließung gab Chefreporter und stellvertretender Chefredakteur Daniel Überall auf LinkedIn bekannt und bezeichnete sie als einen tief persönlichen Schlag. Die Auswirkungen auf das Team, die Medienvielfalt und ihn selbst seien tiefgreifend, schrieb er.
Überall war mit der Hoffnung zur Rundschau gestoßen, dort eine langfristige journalistische Karriere aufzubauen. Stattdessen endet seine Zeit bei der Zeitung nach etwa einem Jahr – weit früher als erwartet. Nun sucht er offen nach einer neuen Position, entweder im Journalismus oder in einem anderen Bereich, in Köln, dem Rheinland oder Nordrhein-Westfalen.
Die Umstrukturierung umfasst Entlassungen: Rund 30 Mitarbeiter verlieren ihre Stellen. Johannes Heinen, Teil der Verlagsgruppe, hat "faire Abfindungsregelungen" für die Betroffenen zugesagt. Trotz dieser Zusage stößt der Schritt bei Journalistengewerkschaften auf harte Kritik, die darin ein weiteres Zeichen für die Instabilität im regionalen Mediensektor sehen.
Überalls öffentliche Jobsuche unterstreicht die größeren Verschiebungen in der Branche. Selbst erfahrene Journalisten bei etablierten Medienhäusern stehen plötzlich vor Unsicherheit, während traditionelle Strukturen im regionalen Journalismus weiter erodieren.
Die Kölner Rundschau wird im April 2026 ihre letzte Ausgabe veröffentlichen und damit das Ende einer bekannten lokalen Institution besiegeln. Die Entlassungen und die Schließung spiegeln die anhaltenden Herausforderungen im regionalen Journalismus wider, wo selbst langjährige Publikationen ums Überleben kämpfen. Die Betroffenen müssen sich nun in einer zunehmend instabilen Medienlandschaft neu orientieren.






