06 April 2026, 18:15

Cylib baut Europas größtes Batterie-Recyclingwerk mit 26,1 Mio. Euro EU-Förderung

Vier grüne Li-Ion-Wiederaufladbare Batterien mit der Bezeichnung "Li-Ion" und "18650" in schwarzer Schrift nebeneinander auf einer weißen Oberfläche angeordnet.

Cylib baut Europas größtes Batterie-Recyclingwerk mit 26,1 Mio. Euro EU-Förderung

Cylib erhält 26,1 Millionen Euro EU-Förderung für großes Batterie-Recyclingwerk in Nordrhein-Westfalen

Das Unternehmen Cylib hat 26,1 Millionen Euro an EU-Mitteln eingeworben, um in Nordrhein-Westfalen eine großangelegte Anlage für das Recycling von Batterien zu errichten. Die Fabrik wird mit einem effizienten und emissionsarmen Verfahren kritische Rohstoffe aus alten Elektroauto-Batterien zurückgewinnen. Nach der Inbetriebnahme soll sie bis zu 140.000 Batterien pro Jahr verarbeiten können – das entspricht 60.000 Tonnen Abfall oder 20.000 Tonnen sogenannter "Black Mass" jährlich.

Die neue Anlage, deren Eröffnung für 2027 geplant ist, entsteht im CHEMPARK Dormagen. Sie bildet die erste Phase eines industriellen Recyclingbetriebs im großen Maßstab, der die wachsende Nachfrage Europas nach Batterierohstoffen decken soll. Dort werden aus gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien Lithium, Graphit, Kobalt, Nickel und Mangan extrahiert, um die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen zu verringern.

Das Projekt setzt auf das von Cylib entwickelte OLiC-Verfahren, das über 90 Prozent der kritischen Materialien zurückgewinnt und dabei im Vergleich zum Bergbau 80 Prozent der CO₂-Emissionen einspart. Die Förderung stammt aus dem EFRE/JTF-Programm der EU in NRW und ist Teil der Landesinitiative "Produktiv.NRW". Dr. Lilian Schwich, Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin von Cylib, dankte der EU und dem Land für die Unterstützung bei der Vorantreibung einer nachhaltigen Batterie-Kreislaufwirtschaft.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Europas Umstieg auf E-Mobilität treibt die Nachfrage nach recycelten Batteriekomponenten voran. Die Anlage soll die Versorgungssicherheit stärken, indem sie Altbatterien im großen Stil aufbereitet und Abfall in wiederverwendbare Rohstoffe für neue Batterien verwandelt. Bis 2027 wird sie tausende Tonnen Batterieabfälle jährlich verarbeiten, die Umweltbelastung reduzieren und kritische Ressourcen sichern. Das Vorhaben steht im Einklang mit den EU-Zielen, Emissionen zu senken und eine Kreislaufwirtschaft für Batteriematerialien aufzubauen. Die Anlage zählt dann zu den größten Recyclingwerken für Lithium-Ionen-Batterien in Europa.

Quelle