Chaos und Gewalt beim BVB-Spiel: Pyro, Raub und 16 Festnahmen
Ausschreitungen und Gewalt überschatten Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV
Am 21. März 2026 wurde das Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV von schweren Ausschreitungen und Chaos begleitet. Sowohl vor als auch nach dem Spiel kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Beteiligung von Dortmund-Fans, die zu mehreren Strafverfahren und Festnahmen führten. Die Polizei meldete schwere Straftaten, darunter Raubüberfälle, Körperverletzungen und gefährliche Rüstungen in der Nähe des Stadions.
Die Unruhen begannen bereits Stunden vor Anpfiff, als etwa zehn Anhänger von Borussia Dortmund HSV-Fans im Stadtzentrum beraubten. Die Angreifer drohten mit Gewalt und lösten damit eine Welle von Vorfällen aus, die sich bis in den Abend hinein fortsetzte.
Während des Spiels zündeten mehrere unbekannte Personen Pyrotechnik im Stadioninneren. Die Explosionen führten zu Unterbrechungen, Verletzte gab es jedoch zunächst nicht.
Nach dem Abpfiff umstellten rund 300 vermummte Dortmund-Fans die Mannschaftsbusse des HSV. Sie warfen Warnleuchtkugeln und Glasflaschen und versuchten, gewaltsam einzudringen, indem sie die Türen aufbrachen. Die Blockade dauerte an, bis die Polizei eingriff.
Die Behörden reagierten mit der vorläufigen Festnahme von 16 Verdächtigen und verhängten gegen 152 Personen Stadionverbote. Insgesamt wurden 34 Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Diebstahls, Raubs, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Bisher wurde gegen keinen der festgenommenen Fans offiziell Anklage wegen der gewaltsamen Blockade oder der Angriffe auf HSV-Anhänger erhoben.
Dies war nicht der erste Vorfall dieser Art in diesem Jahr. Bereits am 28. Januar hatte es vor dem Champions-League-Spiel von Dortmund gegen Inter Mailand einen bewaffneten Raubüberfall gegeben. Einen Monat später versuchten Auswärtsfans des FC Bayern München, sich bei einem anderen Spiel gewaltsam an der Stadionabsperrung vorbeizudrängen.
Die Dortmunder Polizei bekräftigte ihr Bekenntnis zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und zur Verhinderung von Straftaten bei Fußballveranstaltungen. Sie werde weiterhin gegen diejenigen vorgehen, die Spiele als Gelegenheit für gesetzloses Verhalten nutzen. Die Ermittlungen zu den Vorfällen vom 21. März dauern an; den Beteiligten drohen rechtliche Konsequenzen.






