05 March 2026, 15:52

Busfahrer in Bielefeld nach Rauswurf von Betrunkenen brutal angegriffen

Zwei Männer im Rollstuhl in einem Bus, einer trägt ein rotes T-Shirt und eine Kappe, der andere ein orangefarbenes Hemd und einen braunen Hut, beide tragen Masken und Ausweise, mit gelben Stäben und Glasfenstern, durch die man Bäume, Gebäude und Himmel sieht.

Busfahrer in Bielefeld nach Rauswurf von Betrunkenen brutal angegriffen

Ein Busfahrer in Bielefeld ist am Mittwochabend nach dem Rauswurf einer lärmenden Gruppe von Männern aus seinem Fahrzeug angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich gegen 21:20 Uhr in der Linie 135 an der Haltestelle Jadeweg. Drei Männer werden nun gefährliche Körperverletzung nach der Auseinandersetzung vorgeworfen.

Die Probleme begannen, als eine Gruppe von vier bis sechs betrunkenen Männern an der Haltestelle Brackweder Kirche in den Bus stieg. Der Fahrer, besorgt über ihr Verhalten, wies sie aus dem Fahrzeug. Kurze Zeit später griffen drei der Männer ihn an und fügten ihm leichte Verletzungen zu.

Die Polizei traf kurz nach der Alarmierung am Tatort ein. Die Verdächtigen konnten in der Nähe ausfindig gemacht und festgenommen werden. Alle drei fielen bei Alkoholtests positiv auf. Die 35-, 37- und 62 Jahre alten Männer stammen sämtlich aus Bielefeld.

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Angriffe auf Busfahrer in Nordrhein-Westfalen sind in den vergangenen Jahren ein wiederkehrendes Problem gewesen. Zwischen 2023 und 2025 wurden rund 1.200 solche Vorfälle gemeldet – im Schnitt etwa 400 pro Jahr. Allein in Bielefeld gab es in diesem Zeitraum laut Polizei- und Gewerkschaftsangaben zwischen 50 und 70 Fälle.

Die drei Verdächtigen befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern. Der Busfahrer wurde wegen seiner Verletzungen ärztlich versorgt, konnte die Klinik aber später wieder verlassen. Die Behörden warnten erneut vor den Gefahren alkoholisierter Gewalt im öffentlichen Nahverkehr.