Bundesgerichtshof beendet jahrelangen Postbank-Streit mit Deutsche Bank
Clara KrausBGH verwirft Beschwerde der Deutschen Bank im Postbank-Streit - Bundesgerichtshof beendet jahrelangen Postbank-Streit mit Deutsche Bank
Ein langjähriger Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und ehemaligen Aktionären der Postbank ist nun beendet. Deutschlands höchstes Gericht, der Bundesgerichtshof, hat mit einem endgültigen Urteil den Streit um ein Übernahmeangebot aus dem Jahr 2010 entschieden. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Vorwürfe, dass die Aktionäre bei der Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank zu niedrig entschädigt worden seien.
Der Konflikt begann nach der Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank im Jahr 2010, als den Aktionären 25 Euro pro Aktie angeboten wurden. Dreizehn ehemalige Aktionäre hielten dies für ungerecht und argumentierten, die Bank habe bereits ab 2008 die Kontrolle über die Postbank erlangt. Damals lag der Aktienkurs der Postbank bei 57,25 Euro – die Kläger forderten eine Entschädigung für die Differenz.
Das Oberlandesgericht Köln gab den Aktionären recht und verurteilte die Deutsche Bank zur Zahlung von rund 112 Millionen Euro inklusive Zinsen. Die Bank legte gegen dieses Urteil Beschwerde beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe ein. Doch das höchste deutsche Gericht wies die Revision zurück und erklärte, es gebe keine rechtlichen Gründe, das vorherige Urteil aufzuheben.
Die Deutsche Bank hatte bereits Rückstellungen für die Zahlung gebildet, sodass die finanziellen Auswirkungen des Urteils begrenzt bleiben. Zudem hatte sie in anderen verwandten Fällen Vergleichslösungen erzielt, um weitere Risiken aus dem Streit einzudämmen.
Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist das Urteil des Kölner Gerichts nun rechtskräftig – der Rechtsstreit damit beendet. Die Deutsche Bank wird nun die Zahlung von 112 Millionen Euro an die ehemaligen Aktionäre leisten. Der Fall markiert das Ende eines jahrelangen Streits über die Fairness der Übernahmebedingungen von 2010.






