07 February 2026, 22:39

Breitachklamm im Winter: Rekordbesuch – doch ein Vorfall sorgt für Aufsehen

Ein kleiner Wasserfall ergießt sich über einen schneebedeckten, felsigen Hang in einem bewaldeten Gebiet, mit Eiszapfen an den Felsen und schneebedeckten Bäumen im Hintergrund.

Breitachklamm im Winter: Rekordbesuch – doch ein Vorfall sorgt für Aufsehen

Breitachklamm: Rekordandrang im Winter – Vorfall mit Kindern entfacht Debatte über Besucherverhalten

Die atemberaubende Breitachklamm, eine 150 Meter tiefe Schlucht bei Oberstdorf, lockte in diesem Winter Rekordmengen an Besuchern an. Allein im Januar 2026 zogen die eisigen Landschaften über 20.000 Menschen in ihren Bann, wobei die meisten die Naturformationen verantwortungsvoll bewunderten. Doch ein jüngster Vorfall, bei dem zwei Kinder Eiszapfen beschädigten, hat eine Diskussion über das Verhalten der Gäste ausgelöst.

Die vor rund 10.000 Jahren durch einen zurückweichenden Gletscher geformte Klamm ist seit 1905 für die Öffentlichkeit zugänglich. Heute zieht sie jährlich etwa 300.000 Besucher an, besonders im Winter, wenn gefrorene Wasserfälle und Eissäulen die Schlucht in eine magische Welt verwandeln. Der Zugang erfolgt über Wanderwege ab Oberstdorf-Tiefenbach oder dem Kleinwalsertal, der Eintritt kostet 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder.

Ein Nutzer auf Reddit machte kürzlich auf einen bedenklichen Vorfall aufmerksam: Zwei Kinder sollen Eiszapfen abgerissen und gegen Eiskonstruktionen geworfen haben, während die Eltern angeblich nicht eingriffen. Dominik Fritz, der Betriebsleiter der Klamm, räumte ein, dass solches Verhalten zwar nicht wünschenswert sei, aber keine ernsthaften Schäden verursache. Das Personal achte nun verstärkt auf übermäßige Beschädigungen und werde bei Bedarf einschreiten.

Die Beliebtheit der Breitachklamm steigt weiter – die Besucherzahlen im Januar unterstreichen ihre Anziehungskraft als winterliches Märchenland. Dennoch zeigt der Vorfall, wie wichtig der Schutz der filigranen Eisstrukturen ist.

Die Klamm bleibt eine der Hauptattraktionen der Region und zieht monatlich Tausende in ihre vereisten Landschaften. Während die meisten Besucher die Natur respektieren, ist das Personal nun wachsamer, um Schäden zu verhindern. Die langfristige Erhaltung dieses Naturjuwels hängt davon ab, öffentlichen Zugang mit verantwortungsvollem Umgang in Einklang zu bringen.