Borbet-Mitarbeiter kämpfen in Solingen um ihre Arbeitsplätze und Zukunft
Sophia KellerBorbet-Mitarbeiter kämpfen in Solingen um ihre Arbeitsplätze und Zukunft
Arbeiter des Borbet-Werks in Solingen protestieren täglich gegen die drohende Schließung
Die Belegschaft des Borbet-Standorts in der Weyerstraße in Solingen demonstriert täglich für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und gegen die geplante Werksstilllegung. Die unsichere Zukunft belastet die Mitarbeiter und ihre Familien schwer.
Um 13 Uhr versammeln sich die Beschäftigten täglich zu einer Mahnwache, um ihren Arbeitsplatz zu retten. Ihre Aktion findet zunehmend Unterstützung bei lokalen Politikern.
Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn, die beiden Vorsitzenden der Solinger SPD, besuchten die Protestierenden, um Solidarität zu zeigen. Ackermann richtete sich in einer Rede an die Versammelten und betonte die Sorgen der Arbeiter um ihre private Existenz sowie die über Jahre gewachsenen zwischenmenschlichen Bindungen im Betrieb. Vischer-Kippenhahn forderte das Unternehmen auf, seine Entscheidung zu überdenken, und unterstrich die Bedeutung Solingens als Wirtschaftsstandort.
Zusätzliche Rückendeckung erhielten die Arbeiter von Servet Köksal, dem Vorsitzenden der Wuppertaler SPD, und Dilek Engin, Landtagsabgeordnete aus Wuppertal. Beide schlossen sich den Protesten an, um ihre Unterstützung zu bekunden.
Die geplante Schließung des Werks gefährdet nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die regionale Wirtschaft. Die Belegschaft hält weiterhin an ihren täglichen Protesten fest, während politische Vertreter den Druck auf das Unternehmen erhöhen, seine Pläne zu überprüfen. Für die Mitarbeiter und ihre Familien bleibt die Zukunft ungewiss.
