22 January 2026, 10:28

Bielefelder Feuerwehrchef diskutiert Krisenvorsorge beim Stadtgespräch

Feuerwehrleute in Helmen und Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren, Ventilen und anderen Gegenständen im Hintergrund und Text am unteren Bildrand.

Bielefelder Feuerwehrchef diskutiert Krisenvorsorge beim Stadtgespräch

Am Donnerstag, dem 22. Januar 2026, kommt in Bielefeld ein Expertengremium für Sicherheit zusammen, um im Rahmen einer öffentlichen Diskussion über Notfallvorsorge zu sprechen. Die Veranstaltung, die Teil der WDR-5-Reihe Stadtgespräch ist, beginnt um 20 Uhr in der Wissenswerkstadt. Zu den Rednern gehört Gordon Majewski, der Bielefelder Feuerwehrchef, der Einblicke aus seinen Jahrzehnten der Erfahrung im Krisenmanagement teilen wird.

Majewski hat den Großteil seines Lebens im Feuerwehrdienst verbracht – beginnend in seiner Jugend. Seine Karriere umfasst die Bewältigung großer Einsatzlagen, darunter ein Großbrand in einer Fabrik und eine Rettungsaktion, bei der elf Menschen gerettet wurden. Heute vereint er zwei Rollen: Er leitet die Verwaltung der Feuerwehr und arbeitet gleichzeitig weiterhin wöchentliche 24-Stunden-Bereitschaftsdienste.

Die Bielefelder Feuerwehr beschäftigt 530 hauptamtliche Kräfte und rund 2.000 Ehrenamtliche. Als Leiter der Feuerwehr ist Majewski für Personal, Ausstattung und Budgets zuständig und steht zudem im Austausch mit der Stadtführung. Besonders am Herzen liegen ihm die Beförderung von Einsatzkräften und die Ehrung seiner Teams. Während der Diskussion wird er die Bedeutung von Eigenverantwortung in Notlagen betonen. Zwar räumt er ein, dass selbst gut ausgestattete Feuerwehren bei großflächigen Krisen an ihre Grenzen stoßen können, doch versichert er der Bevölkerung, dass die Gesellschaft funktionsfähig bleibe und Nachbarn oft spontan Hilfe leisteten. Sein Rat zielt darauf ab, sich auf worst-case-Szenarien vorzubereiten, ohne unnötige Panik zu schüren.

An seiner Seite auf dem Podium sind Kerstin Vieregge, Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestags, sowie Prof. Dr. Andreas Zick, Konfliktforscher an der Universität Bielefeld. Gemeinsam werden sie erörtern, wie Gemeinden Sicherheitsherausforderungen besser bewältigen können.

Die Veranstaltung soll praktische Handlungsempfehlungen für die Notfallvorsorge vermitteln. Majewskis Beiträge stützen sich dabei auf seine langjährige Erfahrung in Führungspositionen wie auch im operativen Einsatz. Die Teilnehmer erhalten ein klareres Bild davon, wie sie sich – sowohl individuell als auch als Gemeinschaft – auf Krisen vorbereiten können.