Betrüger zocken Senioren in NRW mit falschen Haustürgeschäften ab
Drei Männer im Alter zwischen 34 und 62 Jahren müssen sich derzeit vor dem Landgericht Köln wegen des Verdachts des Betrugs an älteren Bürgern in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens verantworten. Den Angeklagten wird vorgeworfen, durch unseriöse Haustürgeschäfte und vorgetäuschte Dienstleistungen Fraud und Diebstahl begangen zu haben.
Laut Staatsanwaltschaft zielten die Männer gezielt auf ältere Hausbesitzer ab, die sie unter Druck setzten, für mangelhafte oder nie erbrachte Arbeiten zu zahlen. Anschließend sollen sie Bargeld und Wertgegenstände aus den Wohnungen gestohlen haben.
Die mutmaßlichen Straftaten ereigneten sich in Köln, Bergisch Gladbach, Bergneustadt und Gummersbach. Die Beschuldigten hätten sich den Opfern genähert und unnötige Reparaturarbeiten oder Wartungsleistungen angeboten. Sobald sie Zugang zu den Häusern hatten, verlangten sie sofortige Barzahlungen – oft für Leistungen, die nie ordnungsgemäß ausgeführt wurden.
In einigen Fällen sollen die Männer zudem heimlich andere Räume durchsucht haben, um zusätzliches Geld und Wertsachen zu stehlen. Insgesamt werden 17 Vorfälle untersucht, bei denen die Geschädigten einen Gesamtverlust von zehntausenden Euro erlitten.
Der Prozess, der über sieben Verhandlungstage geführt wird, könnte bis Ende März abgeschlossen sein. Die Staatsanwaltschaft fordert von den Angeklagten eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 43.000 Euro, um die finanziellen Verluste der Opfer auszugleichen.
Bei einer Verurteilung drohen den Männern Strafen wegen Betrugs und Diebstahls. Das Gericht wird entscheiden, ob sie die geforderten 43.000 Euro zurückerstatten müssen. Das Urteil soll sich mit dem gesamten Ausmaß der mutmaßlichen Straftaten in den betroffenen Städten befassen.