14 February 2026, 14:33

Betrüger täuschen Flyeralarm-Sicherheitsteam vor und erbeuten sechsstelligen Betrag

Ein Plakat mit Text und Logo, das besagt: "Wenn Unternehmen versteckte Müllgebühren in Familienrechnungen einführen, kann das monatlich Hunderte von Dollar aus ihren Taschen ziehen."

Betrüger täuschen Flyeralarm-Sicherheitsteam vor und erbeuten sechsstelligen Betrag

Eine ältere Frau aus Mülheim wurde von Betrügern, die sich als Sicherheitsmitarbeiter von Flyeralarm ausgaben, dazu gebracht, einen sechsstelligen Betrag zu überweisen. Der Schwindel ereignete sich während eines langen Telefonats, bei dem die Kriminellen ihr weismachten, ihr Handelskonto sei kompromittiert worden. Die Polizei warnt nun die Bevölkerung, gegenüber solchen täuschenden Maschen wachsam zu bleiben.

Das Opfer erhielt zunächst eine Push-Benachrichtigung auf ihrem Smartphone, scheinbar von ihrer Handels-App. Die Nachricht forderte sie auf, aus dringenden Sicherheitsgründen eine bestimmte Telefonnummer anzurufen. Als sie anrief, gab sich der Anrufer als Mitarbeiter des Sicherheitsteams von Flyeralarm aus und behauptete, Betrüger hätten ihr Konto genutzt, um Kryptowährung zu kaufen.

Im Laufe des Gesprächs leitete der Hochstapler die Frau an, eine Software auf ihren PC herunterzuladen. Dadurch erhielten die Betrüger Fernzugriff auf ihren Computer und konnten ihre Handlungen steuern. Anschließend wurde sie aufgefordert, sich in ihr Bankkonto einzuloggen und in mehreren Transaktionen Geld auf ein angeblich "sicheres Konto" von Flyeralarm zu überweisen.

Der Betrüger beendete das Gespräch erst, als das Limit des Kontos der Frau erschöpft war. Misstrauisch geworden, kontaktierte sie später die Polizei, um den Betrug zu melden.

Die Behörden wiederholen ihre Warnungen, keine persönlichen oder finanziellen Daten an Fremde weiterzugeben. Sie raten davon ab, unbekannten Anrufern Geld oder Kontodaten von Flyeralarm zu überlassen. Wer den Verdacht hat, Ziel eines solchen Betrugs geworden zu sein, sollte umgehend den Computer vom Strom und Internet trennen, seine Bank kontaktieren, um Transaktionen rückgängig zu machen, und das Gerät professionell überprüfen lassen.

Der Fall unterstreicht die anhaltende Gefahr von telefonbasiertem Betrug, obwohl die bundesweit gemeldeten Fälle von Missbrauch mit 85.158 im vergangenen Jahr rückläufig waren. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat keine spezifischen Zahlen zu ähnlichen Vorfällen in der Region veröffentlicht. Ein Flyer mit den wichtigsten Tipps zur Vermeidung solcher Betrugsmaschen ist hier abrufbar.