Berlin feiert Newroz-Premiere im Humboldt Forum mit Widerstandstradition und kultureller Vielfalt
Clara KrausBerlin feiert Newroz-Premiere im Humboldt Forum mit Widerstandstradition und kultureller Vielfalt
Berlin bereitet sich auf sein erstes großes Newroz-Festival im Humboldt Forum vor – eine Feier mit Wurzeln in Ländern, in denen sie oft verboten ist
Die Veranstaltung, die sich über mehrere Spielstätten erstreckt, wird kurdische, persische, zentralasiatische und afghanische Kulturen durch Musik, Tanz und Diskussionen in den Mittelpunkt stellen. Sieben lokale Vereine haben sich zusammengeschlossen, um das Festival zu realisieren und alte Bräuche mit modernen Darbietungen zu verbinden.
Newroz, ein Frühlingsfest mit einer über 3.000-jährigen Geschichte, gilt in Ländern wie dem Iran und Afghanistan bis heute als mächtiges Symbol des Widerstands. Obwohl es in zwölf Staaten – darunter Iran, Afghanistan und Turkmenistan – offiziell anerkannt ist, wurde es unter islamistischen Regimen immer wieder unterdrückt. Im Iran, wo es das wichtigste Fest des Jahres ist, halten die Menschen trotz verschärfter Restriktionen an Traditionen wie dem Sprung über Feuer fest.
Die Premiere des Newroz-Festivals im Humboldt Forum vereint klassische Musik mit kurdischem Rock und soll ein breites Publikum ansprechen. Im Haus der Kulturen der Welt hat Kuratorin Ava Irandoost den Fokus ganz auf die persische Kultur gelegt und präsentiert vor allem Künstlerinnen. An weiteren Orten wie dem Gorki Theater und dem Oranienplatz werden traditionelle Aktivitäten wie Drachenbau, Eierbemalen und Tanzvorführungen angeboten.
Eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Nowruz zwischen Schmerz und Hoffnung: iranische und afghanische Perspektiven" widmet sich der Bedeutung des Festes in Zeiten der Not. Weltweit feiern rund 300 Millionen Menschen Newroz – die Berliner Veranstaltungen spiegeln sowohl seinen kulturellen Reichtum als auch seine Geschichte des Widerstands wider.
Das Festival findet in Berlin statt zu einer Zeit, in der Newroz in einigen Ländern noch immer verboten ist, von Millionen aber gefeiert wird. Mit Konzerten, Gesprächen und traditionellen Bräuchen bieten die Veranstaltungen der Stadt einen Raum für kulturellen Ausdruck und Solidarität. Die Organisator:innen hoffen, dass die Feiern die tiefen Wurzeln des Festes ehren und gleichzeitig seine aktuelle Bedeutung unterstreichen.






